Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung mit den Gewerkschaftsvertretern wurden die einzelnen Schwerpunkte besprochen.Das Wichtigste vorneweg: "Trotz der äußerst angespannten Budgetsituation plant der Südtiroler Sanitätsbetrieb im kommenden Jahr die Neuanstellung von Ärzten und Pflegekräften", heißt es in einer Presseaussendung. Zum einen sei dies aufgrund der strengen EU-Arbeitszeitregelung notwendig, um die Aufrechterhaltung der Dienste weiterhin zu sichern, zum anderen soll die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gestärkt werden."Bevölkerung bestmöglich versorgen" Generaldirektor Thomas Schael: „Unsere Aufgabe ist es, die Südtiroler Bevölkerung bestmöglich zu versorgen, weshalb es uns nur logisch erscheint, in das Kerngeschäft zu investieren. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gesundheitslandesrätin Martha Stocker haben vor Weihnachten eine Erhöhung des Stellenplanes des Betriebes beschlossen, weshalb wir nun tätig werden können.“Im vorliegenden Haushaltsvoranschlag sind vorerst für diese Neuanstellungen für das Jahr 2016 1 Million Euro eingeplant. Als zusätzliche Maßnahme ist weiters geplant, das Stundenhonorar für bestimmte ärztliche Werkverträge zu erhöhen, um die gleichen Gehaltsbedingungen wie im benachbarten Trentino zu bieten.Ausgeglichener HaushaltsvoranschlagDer Haushaltsvoranschlag für 2016 weist insgesamt ein ausgeglichenes Jahresergebnis aus: „Wir erhalten zwar auf dem Papier schon jetzt rund 12 Millionen Euro mehr an Landesfinanzierung als im vorigen Jahr“, erläutert Generaldirektor Thomas Schael, „weil wir 2016 aber die Gehaltsnachzahlungen für die Ärzte in der Höhe von fast 10 Mio. Euro sowie zusätzliche, neue, dem Sanitätsbetrieb vom Land Südtirol übertragene Ausgabenposten zu schultern haben, erhalten wir unterm Strich rund 2 Millionen Euro weniger!“Dennoch sei der Haushaltsvoranschlag für 2016 ausgeglichen. Der geplante operative Verlust von rund 6 Millionen Euro kann durch Rückstellungen aufgefangen werden.Um den "galoppierenden Kostensteigerungen im Bereich der Güter und Dienstleistungen Herr zu werden", seien Einsparungen vorgesehen, zum einen durch noch kostenbewusstere Einkäufe, zum anderen durch die Erhöhung der Angemessenheit der Verschreibungen und Behandlungen. Diese Maßnahmen sind bereits in die Jahresziele 2016 der Gesundheitsbezirke eingeflossen. Einsparungen im Verwaltungsbereich Der Verwaltungsbereich soll durch die Zusammenlegung von Diensten und Abläufen und den Ausbau der EDV optimiert werden. Für diesen Bereich sind Einsparungen in der Höhe von rund 1,7 Millionen Euro eingeplant.Das wirkt sich auch auf die Nachbesetzungen des Verwaltungspersonals aus: „Wir haben gemeinsam mit den Bezirksdirektoren beschlossen, dass die Hälfte der durch Pensionierung bzw. auslaufende Beauftragungen frei werdenden Stellen automatisch nachbesetzt werden können. Für alle anderen Verwaltungsposten ist eine ausführliche Begründung von Seiten der Bezirksdirektoren notwendig für die Genehmigung der Nachbesetzung.“Generaldirektor Thomas Schael legt Wert auf die Feststellung, dass „jeder einzelne Fall bewertet wird und dass wir uns durchaus bewusst sind, dass wir als Sanitätsbetrieb den Menschen im Blick und eine große soziale Verantwortung haben.“