Die Ahrntaler Gemeindeverwaltung hat sich nun eine Frist gesetzt. <BR /><BR />Enge Türen, winzige Bäder, Mehrbettzimmer, kein Bettenaufzug, ein zu kleiner Speisesaal und Balkone, die praktisch nicht genutzt werden können – das Seniorenheim Georgianum erfüllt längst nicht mehr die Anforderungen an ein modernes Pflegeheim. Das ist vergangene Woche auch den Gemeinderätinnen und -räten von Ahrntal und Prettau bewusst geworden, die sich auf Einladung des Verwaltungsrates der Stiftung, die das Heim führt, ein Bild von der aktuellen Situation gemacht haben. <BR /><BR />„Das Heim bietet derzeit Platz für 55 Seniorinnen und Senioren – die Warteliste ist jedoch sehr lang“, berichtet Barbara Nöckler, Vizepräsidentin der Stiftung und zuständige Referentin der Gemeinde Ahrntal. Einzelzimmer gebe es kaum, stattdessen Räume mit bis zu vier Betten. „Das entspricht nicht mehr den heutigen Standards und bietet kaum Rückzugsmöglichkeiten. Außerdem erschwert es die Vergabe freier Betten: Frauen können nur in Frauenzimmern, Männer nur in Männerzimmern nachrücken – dementsprechend muss die Nachbesetzung erfolgen, nicht unbedingt nach Dringlichkeit.“<h3> Finanzierung ist „eine große noch offene Frage“</h3>Mit dem Land verständigte sich die Gemeinde vor drei Jahren auf einen Neubau. Für einen Umbau samt Erweiterung sei die Lage des derzeitigen Heimes zwischen zwei stark befahrenen Straßen direkt an der Kirche zu ungünstig. Auch die Mehrheit der Gemeinderäte sprach sich vergangene Woche für einen Neubau aus, wenngleich vor allem Räte aus Prettau aus Kostengründen für einen Umbau plädierten.<BR /><BR />„Die Finanzierung ist natürlich eine große noch offene Frage“, sagt Nöckler. Ein Neubau mit rund 60 Betten – überwiegend in Einzelzimmern – würde laut derzeitigen Schätzungen mehr als 23 Millionen Euro kosten. Ohne eine kräftige Finanzspritze des Landes ist das für die beiden Gemeinden nicht zu stemmen. <h3> Standort wieder offen</h3>Offen ist auch wieder der Standort für einen möglichen Neubau. Das im Vorjahr ins Auge gefasste Grundstück im „Baumannfeld“, für das das Land bereits eine 60-prozentige Finanzierung zugesagt hatte, stößt nicht überall auf Zustimmung. Der Grund: Das Gelände liegt etwas oberhalb des Dorfes, ein leichtes Gefälle müsste überwunden werden. Deshalb ist nun auch ein Alternativstandort direkt gegenüber des derzeitigen Heims im Gespräch. <BR /><BR />Bis Jahresende soll eine Entscheidung über den Standort fallen – so wurde es auch ins Koalitionsprogramm von SVP und Liste Ahrntal – Für’s Toul aufgenommen. Da 85 Prozent der künftigen Heimplätze für Bürgerinnen und Bürger aus Ahrntal vorgesehen sind, liegt die Standortfrage letztlich beim dortigen Gemeinderat. Beide Räte wollen noch im September darüber beraten. <BR /> <a href="mailto:redaktion@stol.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Haben Sie einen Fehler entdeckt? Geben Sie uns bitte Bescheid.</a>