Wie Polizei-Oberinspektor Ivo Plotegher gegenüber STOL mitteilte, sei Südtirol seit einigen Tagen im Fokus der Betrüger. Mehrere Opfer, die auf den Trick reingefallen sein sollen, hätten sich bereits gemeldet. Die Masche "Die Betrüger durchforsten verschiedene Internetplattformen nach Verkaufsanzeigen für PKW oder Motorräder, kontaktieren den Verkäufer und spielen ihm Kaufinteresse vor", so Plotegher.Sie würden vorgeben, sich im Ausland, vorwiegend in Afrika, zu befinden und von dort aus eine Überweisung als Anzahlung tätigen zu wollen.Der Restbetrag werde dann bei der Übergabe des Autos oder Motorrades beglichen werden.Die geprellten Verkäufer würden daraufhin in gutem Glauben dem vermeintlichen Käufer ihre persönlichen Daten und die Bankdaten für die Überweisung mitteilen.Anschließend bekomme der Verkäufer eine E-Mail von einer ausländischen Bank mit einer Kopie der Überweisung.Gleichzeitig jedoch auch eine Zahlungsaufforderung, um Stempelsteuern, Zollsteuern und Geldwechsel zu decken.Erst dann könne die die Überweisung gemacht werden."Die Bank gibt es jedoch gar nicht und der Verkäufer wird mit dieser Masche zum Betrugsopfer", so die Polizei.Überzeugende BetrügerLaut Post- und Kommunikationspolizei habe man beobachtet, dass die Betrüger bei ihrer Masche sehr überzeugend wirkten.Generell sollte man bei Geschäften im Internet dieselbe Vorsicht walten lassen, wie im realen Leben, sonst sei man sehr schnell der Geprellte, so Plotegher. Außerdem solle man davon absehen, den vermeintlichen Käufern Kopien persönlicher Dokumente wie Personalausweis o.ä. zu schicken, weil diese im Nachhinein von den Betrügern missbraucht werden könnten._________________________________________________________________________Für allfällige Informationen oder Hinweise ist die Post-und Kommunikationspolizei Bozen unter der Rufnummer 0471 531413 erreichbar.