Nach 27 Jahren soll das Stadttheater Bozen technisch umfassend erneuert werden. Auch eine neue Bar ist geplant. Was die Gemeinde vorhat und wann das Theater für wie lange geschlossen werden muss, lesen Sie hier.<BR /><BR /><BR /><BR />Die Bühnentechnik des Stadttheaters Bozen soll umfassend erneuert werden. Die Stadt Bozen plant dafür eine Gesamtinvestition von rund 12,8 Millionen Euro. Gleichzeitig soll im Erdgeschoss ein neuer, unabhängig vom Theaterbetrieb zugänglicher Barbereich entstehen.<BR />Die bestehende Technik stammt großteils aus der Planungs- und Bauphase des vom Architekten Marco Zanuso entworfenen Stadttheaters am Verdiplatz, das am 9. September 1999 eröffnet wurde; von den 23,6 Millionen Euro Gesamtkosten entfielen 4,75 Millionen Euro auf die Bühnentechnik.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1348539_image" /></div> <BR /><BR />„Für die damalige Bühnentechnik wurde inzwischen die Lebensdauer von rund 30 Jahren erreicht. Eine weitere Zertifizierung und damit ein uneingeschränkter Weiterbetrieb über einen neuen Nutzungszyklus ist aufgrund des heutigen gesetzlichen und normativen Rahmens nicht mehr möglich“, betont Vizebürgermeister Stephan Konder. Die Arbeiten seien, auch aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben, notwendig. „Es ist nötig, die Bühnentechnik auf den neuesten Stand zu bringen, im Interesse der Künstlerinnen und Künstler, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Publikums.“ Das Stadttheater müsse technisch für die kommenden Jahrzehnte gerüstet werden. <BR /><BR />Erneuert werden u.a. das mobile Bühnenpodium und die Primärstruktur, die sechs Pantograf-Hubbühnen, die Orchestergrabenbühne, die elektromechanischen Seilzüge, der Hauptvorhang und der Brandschutzvorhang, die manuellen Gegengewichtszüge, die motorisierten Punktzüge sowie die Bühnenbrücken. <BR />Im Erdgeschoss soll außerdem ein Barbereich entstehen, der unabhängig vom Theaterbetrieb geöffnet sein kann. „Damit soll das Stadttheater stärker als offener Ort des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens positioniert werden“, so der Vizebürgermeister. <BR /><BR />„Wir wollen das Theater nicht nur während einer Vorstellung öffnen, sondern die gesamte Zone stärker beleben. Eine unabhängig vom Theaterbetrieb zugängliche Bar kann dazu beitragen, das Stadttheater stärker in das städtische Leben zu integrieren. Denkbar ist auch eine Nutzung der Außenbereiche und eine Verbindung mit dem künftig aufzuwertenden Kapuzinerpark. So könnte rund um das Theater ein zusätzlicher Ort für Begegnung, Kultur und gesellschaftlichen Austausch entstehen.“ <h3>Theaterbetrieb muss an andere Standorte ausweichen</h3>Für die Bar wird derzeit mit Kosten von rund einer Million Euro gerechnet. „Nach derzeitiger Planung könnten die Arbeiten nach Abschluss der Spielzeit 2028/29 beginnen und rechtzeitig zum Beginn der Spielzeit 2030/31 abgeschlossen werden. Die endgültige Entscheidung über die Umsetzung soll noch im Herbst getroffen werden. Damit sollen auch die Kulturvereine und Veranstalter ausreichend Zeit erhalten, ihre Programme und Spielpläne entsprechend anzupassen“, sagt Konder.<BR />„Für den Zeitraum der Bauarbeiten werden Vorstellungen voraussichtlich angepasst oder verlegt werden müssen, und es wird auch erforderlich sein, verstärkt mit anderen Theatern und Kulturinstitutionen zusammenarbeiten. Das ist sicherlich eine zeitlich begrenzte Bürde.“<BR /><BR /> Die Arbeiten zur Erneuerung der Bühnentechnik seien notwendig und könnten nicht aufgeschoben werden, unterstreicht der Vizebürgermeister. „Wir sollten deshalb jetzt vorausschauend planen und gleichzeitig die Chance nutzen, das Stadttheater als Kulturstandort insgesamt weiterzuentwickeln.“<BR /><BR />Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 12,8 Millionen Euro geschätzt. Die Stadtgemeinde Bozen will beim Land Südtirol eine vollständige Finanzierung der Kosten beantragen.