Freitag, 05. März 2021

Neue Energielabel für Elektrogeräte

Seit 1. März 2021 gelten für einige Elektrogeräte neue Effizienzlabel. Das neue Energielabel verschafft mehr Überblick und erleichtert die Vergleichbarkeit, heißt es in einer Presseaussendung der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

Ein neues Energielabel kommt.
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Ein neues Energielabel kommt. - Foto: © dpa-tmn / Armin Weigel
Seit 1. März gibt es für Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kühlgerät, Monitore und Fernsehgeräte ein neues EU-Energielabel. Ab November werden dann auch die Energielabel für Leuchtmittel angepasst. Erst nächstes Jahr folgen die Anpassungen für Klimageräte, Backöfen und Warmwasserbereiter.

Durch die neue Einordnung der Energieeffizienz können die verschiedenen Elektrogeräte wieder leichter miteinander verglichen werden. Durch neue Messverfahren wird den Geräten ein neuer Verbrauch und somit eine andere Effizienzklasse zugeordnet, welche jedoch näher an der alltäglichen Nutzung liegt als die Alten.Mit diesen Änderungen kehrt man wieder zur einheitlichen Kennzeichnung aller Geräteklassen von A bis G zurück. Zur Erinnerung: Geräte mit der Energieeffizienzklasse A haben einen geringen Verbrauch und jene mit G einen hohen Verbrauch, wobei vorerst nur wenige Geräte in den neuen Klassen A und B zu finden sein werden. Bisher gab es eine Ballung der Geräte in den Klassen A+, wodurch eine Wertung nicht mehr wirklich möglich war. Jetzt gibt es bei den Klassen wieder Luft nach oben, für noch energiesparendere Geräte.



„Dasselbe Gerät wird mit dem neuen Label also eine schlechtere Einstufung erhalten als mit dem alten Etikett“ fasst VZS-Geschäftsführerin Gunde Bauhofer zusammen. „Doch die Einstufung wird feinmaschiger, und der Energieverbrauch ist alltagsnäher. Damit können wir KonsumentInnen uns bei einem Neukauf besser orientieren und entscheiden.“

Verbrauch auf 100 Waschzyklen pro Jahr berechnet

Neu ist auch, dass bei den Spül- und Waschmaschinen der Verbrauch auf 100 Waschzyklen pro Jahr berechnet wird; man kann dann schnell überschlagen, wie die eigene Verwendung im Verhältnis dazu steht. Auch soll man die Dauer der Energiespar-Wasch- bzw. Spülzyklen bereits am Etikett ablesen können, ebenso wie Informationen zur Lautstärke, zum Wasserverbrauch.

Einen Mehrwert für die VerbraucherInnen dürfte auch der neue QR-Code darstellen. Mit Hilfe einer App können künftig über den QR-Code verschiedene Geräte auf Basis der Effizienzklassen miteinander verglichen werden. Der QR-Code im rechten oberen Eck erlaubt es auch, die neuen Etiketten auf einen Blick von den alten zu unterscheiden.

Für Lampen, Wäschetrockner, Staubsauger, Backöfen und Heizungen kommen die neuen Labels erst zu einem späteren Zeitpunkt: je nach Produkt von Herbst 2021 bis zum Jahr 2026.


stol

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