Donnerstag, 17. November 2016

Neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer

Im Mittelmeer hat sich eine neue Flüchtlingstragödie abgespielt.

Die Flucht nach Europa ist ein Unterfangen, das viele mit dem Leben bezahlen. Heuer ist die Zahl der Todesopfer besonders hoch.
Die Flucht nach Europa ist ein Unterfangen, das viele mit dem Leben bezahlen. Heuer ist die Zahl der Todesopfer besonders hoch. - Foto: © APA/AFP

Beim Kentern eines Flüchtlingsschiffes mit 130 Menschen an Bord sind sieben Personen ums Leben gekommen, 96 werden vermisst. 27 Personen konnten gerettet werden, teilte die humanitäre Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ am Donnerstag mit.

Die Organisation leistete mit ihrem Schiff „Argos“ den Überlebenden Hilfe. „Täglich ereignet sich eine Flüchtlingstragödie im Mittelmeer“, klagte „Ärzte ohne Grenzen“. Sie fordert mit Nachdruck die Einrichtung humanitärer Korridore, um Flüchtlingen zu ermöglichen, über sichere Wege nach Europa zu gelangen.

Nach zwei Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer Anfang dieser Woche wurden bereits bis zu 240 Tote befürchtet. Geborgen wurden seit Anfang der Woche zehn Tote, erklärte die Küstenwache am Mittwoch. 230 Menschen würden aber weiterhin vermisst, die Suche nach ihnen werde fortgesetzt. Die Überlebenden erreichten unterdessen den Hafen der sizilianischen Stadt Catania.

Über 4000 Menschen starben

Die Zahl der bei ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommenen Flüchtlinge ist in diesem Jahr besonders hoch. Nach Angaben der internationalen Migrationsbehörde IOM starben bisher 4.271 Migranten im Mittelmeer. 2015 hatte die Organisation 3.770 Todesfälle gezählt.

apa

stol