„Von dort werden sie sofort per Eilpost an die Bürger versandt“, sagt der Direktor des Landesamtes für Gesundheitssprengel, Alfred König. Neu an dieser Karte ist, dass sie den Landesadler trägt und mit einem Chip ausgestattet ist. Und dieser Chip wird künftig den markanten Unterschied ausmachen. Denn damit kann die Karte als Bürgerkarte verwendet werden. Wie mehrfach berichtet, sind am 10. und am 17. Dezember Hunderttausende Gesundheitskarten verfallen. Ab dem 29. Dezember werden in der vom römischen Wirtschafts- und Finanzministerium beauftragten Druckerei täglich 30.000 Chip-Karten gedruckt. „Die Bürger Südtirols und des Trentino werden als erste mit den neuen Gesundheitskarten bedient. Da die Trentiner dem Vernehmen nach aber noch nicht soweit sind, könnte es sein, dass alle produzierten Karten nach Südtirol gehen. Die maximale tägliche Produktion liegt bei 30.000 Stück“, meint Amtsdirektor König.Die Gesundheitskarte dürfte vielen Südtirolern somit in den ersten Tagen des neuen Jahres zugestellt werden, und sie wird erneut eine fünfjährige Gültigkeit haben. Diese Karte hat künftig eine Vierfach-Aufgabe. Neben der Gesundheitskarte dient sie – wie bisher auch – als Steuerkarte und Europäische Versicherungskarte. Aber die zusätzliche vierte Funktion als Bürgerkarte ist ein absolutes Novum, denn dann kann jeder Bürger bei der Gemeinde beantragen, dass darauf zusätzliche Daten gespeichert werden. „Dafür muss ein Bürger einen Antrag bei seiner Gemeinde stellen, Privacy-Bestimmungen unterschreiben und ein Gesuch um Geheimnummern (PIN und PUC) stellen“, sagt Amtsdirektor König. Auf dieser Karte können theoretisch künftig alle Dienste des Landes gespeichert werden.lu