Damit die Südtiroler in Zukunft mehr auf das Fahrrad setzen, sind auch die Gemeinden gefragt. Franziska Mair, zuständig für die Mobilitätsberatungsstelle bei der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, gab in einem Vortrag Impulse, wie Radprojekte erfolgreich umgesetzt werden können. <BR /><BR />„Erfahrungswerte zeigen, dass es wichtig ist, das Ziel zu definieren, ebenso wie den Weg dorthin. Was gibt es in unserer Gemeinde bereits? Was brauchen wir? Was können wir weiterentwickeln?“ Zudem brauche es einen sogenannten „Kümmerer“, also einen Menschen, der die Projekte in die Hand nimmt. Das Thema sollte auch immer wieder aufgegriffen werden, beispielsweise durch Veranstaltungen.<h3>Einige Gemeinden im Meraner Raum als Vorbild</h3>Dass das funktioniert, zeigen einige Beispiele von Gemeinden aus dem Meraner Raum. Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ist dort nicht nur für den Bau und die Wartung von Radwegen zuständig, sondern begleitet auch Gemeinden, die sich in diesem Bereich weiterentwickeln möchten. „In der Gemeinde Naturns haben wir 2018/2019 eine Fahrradberatung durchgeführt. Die Gemeinde hat in der Folge Fahrradstreifen entlang der Hauptstraße eingerichtet und Abstellanlagen ausgebaut“, berichtete Mair. Regelmäßig würden Veranstaltungen organisiert werden, z. B. der „FahrRadTag“. <BR /><BR />Die Gemeinde Algund forciert vor allem Radprojekte an Kindergärten und Schulen. Der Schulsprengel Algund wurde erst am Donnerstag mit dem Mobilitätspreis 2025 für den Kreativwettbewerb „Ich und mein Fahrrad sind eins“ ausgezeichnet. „Die Gemeinde Marling verleiht mittlerweile 20 E-Bikes an Pendler. Das Interesse an der Aktion ist groß“, berichtete Mair. <h3> Je mehr Infrastruktur, desto attraktiver das Fortbewegungsmittel</h3>Der Verkehrsexperte Helmuth Moroder sprach in seinem Vortrag darüber, dass man zwischen Radwegen für die Freizeit und solchen für die Mobilität unterscheiden müsse. „Damit das Fahrrad jeden Tag genutzt wird, müssen die Wege angepasst werden. Ein Weg, der im Wald verläuft, ist für die Freizeitmobilität gut geeignet. Für die tägliche Nutzung ist ein Fahrradweg neben der Hauptstraße idealer, der auch gut beleuchtet sein muss“, so Moroder. Abgelegene Wege, auf denen beispielsweise auch kein Winterdienst durchgeführt wird, fördern die Radmobilität nicht. Je mehr Infrastrukturen für das Rad geschaffen werden, desto attraktiver wird dieses Fortbewegungsmittel.