<h3> Etwa 250 Geschoße auf Israel abgefeuert</h3>In Aufnahmen waren dicke Rauchschwaden über den als Dahiya bezeichneten südlichen Vorstädten Beiruts zu sehen. Die dicht besiedelten Viertel gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah. Deren Infrastruktur sei Ziel der Attacken, teilte das israelische Militär kurz vor Beginn der neuen Angriffswelle mit. Die Hisbollah bekannte sich unterdessen zu dem Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Aus Kreisen der UNO-Friedensmission UNIFIL wurde die Zahl der in Richtung Israel abgegebenen Geschoße auf etwa 250 beziffert. Berichte über Tote oder Verletzte von dort gab es zunächst keine.<BR /><BR />Die Hisbollah hatte zu Beginn der Woche begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israel Ziele im Libanon an.<h3> Viele Tausend Menschen sind geflohen</h3>Bereits in der Nacht war es zu schweren israelischen Angriffen aus der Luft auf Dahiya gekommen. Berichten zufolge hatten viele Tausende Menschen die Viertel in den vergangenen Tagen verlassen, nachdem Israels Armee weiträumige Evakuierungsaufforderungen veröffentlicht hatte.<BR /><BR />Dem örtlichen Katastrophenschutz zufolge suchten knapp 100.000 Menschen Zuflucht in Notunterkünften. Die Zahl der Geflohenen dürfte jedoch höher sein, weil viele Menschen auch ohne Dach über dem Kopf in anderen Teilen Beiruts Schutz suchten, hieß es demnach. Manche fanden in Hotels und Ferienwohnungen Unterschlupf.<BR /><BR />Eine dpa-Reporterin berichtete von Zelten, die auf unbebautem Gelände am Rande der Vorstädte errichtet wurden. Die Menschen dort seien erschöpft und niedergeschlagen, so die Reporterin. Manche äußerten sich kritisch zur Präsenz von Hisbollah-Kämpfern in den dicht besiedelten Stadtvierteln, andere zeigten sich solidarisch mit der Schiitenmiliz.<h3> Hisbollah fordert Israelis zur Räumung von Grenzorten auf</h3>Die libanesische Hisbollah fordert israelische Bewohner zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in einem Umkreis von fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden müssen. Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärte die Miliz weiter. Zuvor hatte Israel Angriffe auf Vororte in Beirut gestartet.<h3> Hisbollah: „Werden das Schlachtfeld nicht verlassen“</h3>Inmitten stetiger Angriffe Israels betonte die Hisbollah im Libanon erneut ihre Kampfbereitschaft. „Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen“, hieß es in einer jüngsten Erklärung. „Unser Gelöbnis gilt dem reinen Blut des Märtyrers Imam Ali Khamenei“, erklärte die Schiitenorganisation.<BR /><BR />Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel war zu Wochenanfang erneut eskaliert, nachdem die Schiitenmiliz als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Khameinei Raketen auf Israel abgefeuert hatte.<BR /><BR />In libanesischen Medien wurde unterdessen von einer von Frankreich eingebrachten Initiative einer möglichen Waffenruhe berichtet. Sie beinhaltet den Berichten zufolge eine vollständige Kapitulation der Hisbollah. Die vom Iran unterstützte Organisation wies die Berichte zurück. Es gebe derzeit keinerlei Verhandlungen. Die Berichte seien falsch.