Samstag, 18. April 2020

Neue Maßnahmen: Finanzielle Unterstützung für Familien

Im Programm #NeustartSüdtirol der Südtiroler Landesregierung sind auch wesentliche Maßnahmen im Bereich Familie und Soziales vorgesehen. Welche Dienste bereits angeboten werden und auf dem Portal #NeustartSüdtirol der Internetseite des Landes Südtirol aufscheinen, aber auch welche Wege die Landesregierung bei Sommer- und Kleinkindbetreuung gehen will, erklärten Landeshauptmann Arno Kompatscher und Familien- und Soziallandesrätin Waltraud Deeg in der Pressekonferenz am Samstag.

Landesrätin Waltraud Deeg erklärte die neuen Unterstützungsmaßnahmen für den Bereich Familie und Soziales.
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Landesrätin Waltraud Deeg erklärte die neuen Unterstützungsmaßnahmen für den Bereich Familie und Soziales.
Landeshauptmann Kompatscher betonte zunächst, dass man nicht von einem Tag auf den anderen wieder in die Normalität zurückkehren könne, aber Schritt für Schritt und mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen immer mehr berufliche Tätigkeit zulassen werde. Der Staat solle Leitlinien definieren, anhand derer entschieden werden kann, wer, wann und wie wieder mit welcher Tätigkeit beginnen kann.

Familien- und Soziallandesrätin Waltraud Deeg leitete zum Hauptthema der Pressekonferenz über und erklärte die neuen getroffenen Maßnahmen für den Bereich Familie und Soziales, die eine finanzielle Unterstützung für gewisse Gruppen vorsieht.

Soforthilfe Covid-19

Eine erste, bereits am Dienstag beschlossene Maßnahme ist die sogenannte Soforthilfe Covid-19; sie gilt für Familien und Bürger, die besonders schwer von der Krise betroffen sind. Die Maßnahme gilt zunächst für 3 Monate. Es handelt sich um Beträge von bis zu 2400 Euro. Ab 24. April kann per E-Mail an den Sozialsprengel angesucht werden, dabei ist keine EEVE notwendig, sondern eine Eigenerklärung reicht aus.

Sonderbeiträge für Miete und Nebenkosten

Eine zweite Maßnahme betrifft Sonderbeiträge für Miete und Wohnungsnebenkosten. Hier gibt es eine Unterstützung von bis zu 420 Euro für Nebenkosten und bis zu 1665 Euro Mietbeitrag. Ansuchen können auch hier ab 24. April eingereicht werden und zwar ebenso von krisenbetroffenen Familien und Bürgern und alle, die einen massiven Einkommensverlust erleiden mussten. Auch hier ist keine EEVE nötig.

Weitere Maßnahmen

Weitere Maßnahmen sind unter anderem die Rückerstattung von Dienstgutscheinen für die Pflege, die Aussetzung der Verlängerungsfrist von Pflegegeld, der Ausgleich für den Ausfall an Einheitsbeträgen, Zusatzbeträgen und Tagessätzen für Seniorenwohnheime und der Ausgleich für Ausfälle und Kosten der delegierten Sozialdienste.

Außerdem wird ein Ausgleich für Fixkosten der stationären und teilstationären sozial-pädagogischen und sozio-sanitären Einrichtungen für Minderjährige gewährleistet. Auch das Entgelt für Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen in Betrieben oder Einrichtungen wird weiter ausgezahlt. Deeg betont hier, dass es in den entsprechenden Einrichtungen bisher nur einen positiv getesteten Bewohner sowie 6 positiv getestete Mitarbeiter gibt.

Ausblick auf Neustart

Zum Schluss gibt Landesrätin Deeg noch einen Ausblick auf den Neustart bezüglich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Sommerbetreuung könne nicht mehr in der Form angeboten werden wie bisher, es werde kleinere Gruppen geben, die unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen betreut werden sollen. Diese Veränderungen zu planen, sei ein großer Aufwand.

„Unser Bestreben ist es, möglichst viele aufzufangen und die Eltern zu entlasten.“, so Deeg. Das gemeinsame Ziel sei es, die Familien nach diesen schwierigen Wochen gut in die neue Phase zu begleiten. „Das ist uns ein großes Anliegen“.

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psy/lpa