Freitag, 21. Dezember 2018

Neue OP-Technik bei Gebärmutterhals- und Vulvakrebs

Jedes Jahr erkranken in Südtirol rund 20 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 15 an einem Vulvakarzinom. Dies bedeutet meist, eine größere Operation über sich ergehen lassen zu müssen, mit allen damit verbundenen Folgen. An der Gynäkologie im Krankenhaus Bozen geht man nun neue Wege. In einer Pressekonferenz am Freitag hat Primar Martin Steinkasserer die Vorteile einer neuen Operationsmethode aufgezeigt.

Bei der Presssekonferenz am Freitag. - Foto: DLife
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Bei der Presssekonferenz am Freitag. - Foto: DLife

Bei den Standard-Eingriffen wurde bisher meist auch gesundes Gewebe entfernt. Der neue Ansatz in der Behandlung dieser beiden Tumorarten wurde von  Prof. Michael Höckel, Experte der „Leipzig School for radical pelvic surgery“, entwickelt. Auch er war bei der Pressekonferenz am Freitag, als der neue Operationsansatz vorgestellt wurde.

„Es gibt ein Ordnungsprinzip beim Heranwachsen der Krebszellen. Krebs hat sein abgegrenztes Arbeitsfeld, seinen Bauplatz. Der Tumor wächst in den Gewebestrukturen, aus denen er embryonal hervorgegangen ist. Wird dieses Krebsfeld entfernt, kann Gewebe, das nicht zu dieser Einheit gehört, aber sich in nächster räumlicher Nähe zum Tumor befindet, erhalten werden“, erklärte Prof. Höckel, Gynäkologe und Naturwissenschaftler.

Das Überleben der Patientinnen ist um 10 bis 30 Prozent höher, auch ein Wiederauftreten der Krankheit ist viel geringer.

Im Gespräch mit STOL hat Primar Martin Steinkasserer den Behandlungsablauf erläutert.

stol

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