Quilici will eine bessere Anbindung des Parks an andere archäologische Routen der Stadt, die Öffnung neuer Besuchsbereiche auf dem Palatin sowie eine differenziertere Nutzung des Kolosseums fördern. „Die Absicht ist, das Kolosseum durch kulturelle Initiativen wieder in den Lebenskreislauf der Stadt einzubetten“, erklärte Quilici.<BR /><BR />Veranstaltungen mit begrenzter Zahl von Zuschauern geplant<BR />Veranstaltungen in der Arena des antiken Amphitheaters schloss er dabei nicht aus – allerdings unter klaren Bedingungen. Die bestehende Plattform sei rund 30 Jahre alt und müsse zunächst erneuert werden. Zudem werde es „keine Rave-Partys oder Rockkonzerte“ geben. Vorgesehen seien vielmehr Formate mit begrenztem Publikum, etwa Konzerte klassischer Musik oder Jazz, Lesungen oder kulturelle Veranstaltungen mit sozialem Hintergrund.<BR /><BR />Quilici betonte, dass sich solche Angebote vor allem an die Einwohner Roms richten sollen. Viele von ihnen mieden das Kolosseum wegen des Massentourismus mit bis zu 3.200 Besuchern pro Stunde. Kulturelle Aktivitäten am Abend, wenn die meisten Touristen die Stätte bereits verlassen hätten, seien daher ein zentrales Zukunftsziel. Bereits jetzt gebe es abendliche Öffnungen, etwa der unterirdischen Bereiche an zwei Tagen pro Woche.<h3> Große Ausstellung zu Troja noch in diesem Jahr</h3>Für dieses Jahr 2026 kündigte Quilici zudem eine große internationale Ausstellung zu Troja an, die in Zusammenarbeit mit türkischen Kollegen vorbereitet wird. Rund 300 Exponate aus verschiedenen Museen sollen gezeigt werden. Der Hauptteil der Ausstellung wird im Kolosseum zu sehen sein. Die Schau widmet sich Troja als einem der prägendsten Mythen der Antike und versteht sich zugleich als Beitrag zu kulturellem Dialog, internationaler Zusammenarbeit und Kulturdiplomatie.<BR /><BR />Mit mehr als 14,7 Millionen Besuchern pro Jahr ist das Kolosseum Italiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Die Arena wurde im ersten Jahrhundert als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und andere Spektakel erbaut. Wegen des großen Andrangs machen viele Einheimische um die Anlage inzwischen einen großen Bogen. Immer wieder gibt es auch Klagen über aufdringliche Souvenir-Verkäufer und Abzocke beim Eintritt.