Dienstag, 19. November 2019

Neue Schäden, aber Lage beruhigt sich zunehmend

In der Nacht auf Dienstag hat sich die Situation nach den landesweiten Unwettern weiter beruhigt, allerdings hat es auch neue Zwischenfälle gegeben. Im seit Tagen eigens eingerichteten Lagezentrum bei der Berufsfeuerwehr hat es am Dienstagmorgen die jüngsten Neubewertungen gegeben.

Dieser Steinschlag ist am frühen Dienstagmorgen bei Klausen abgegangen.
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Dieser Steinschlag ist am frühen Dienstagmorgen bei Klausen abgegangen. - Foto: © FFW Klausen
Hier die wichtigsten Informationen der letzten Stunden.

Die Straße ins Gadertal ist seit Montag 19.30 Uhr wieder befahrbar.

An der Vinschger Staatsstraße bleibt die Umfahrung von Latsch am Sonnenberg nach dem Erdrutsch vom Samstag weiterhin aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Verkehr wird durch Latsch umgeleitet.

Die Zuggeleise der weiterhin gesperrten Pusterer Bahnlinie bei Olang wurden in der Nacht noch mehr unterspült. Der Schienennetzbetreiber RFI beginnt heute mit den Arbeiten. Auch der entgleiste Zug bei Mühlbach soll abgeschleppt werden.

Gegen 4 Uhr früh ist nahe der Autobahneinfahrt Klausen längs der Straße nach Lajen bzw. Gröden eine Mure abgegangen. Die Landesgeologen sind vor Ort. Die Landesstraße war eigentlich bereits gesperrt, nun musste allerdings auch das kurze Teilstück bis zur Zufahrt zum Klausner Bahnhof geschlossen werden.

Glück hatten die Bewohner des Prantrolerhofs in der Lüsner Fraktion Huben. Knapp oberhalb des Hofes hat sich am frühen Morgen eine kleine Mure gelöst, die ganz knapp am Hauseingang vorbei und zwischen den Gebäuden talwärts hindurchgeflossen ist.


In Hintermartell bleibt die Lage nach dem Lawinenabgang angespannt. Ab Gand ist die Straße ins Tal gesperrt. Insgesamt 74 Personen bleiben weiterhin evakuiert. 60 davon konnten privat untergebracht werden, 14 hingegen in der Notunterkunft des Weißen Kreuzes bzw. Zivilschutzes.

Insgesamt 36 größere Straßen sind weiterhin gesperrt, unter anderen die Alemagna sowie die Straßen in alle Talschlüsse, wie etwa Schnals und das hintere Sarntal.

Derzeit sind 1223 Haushalte in Südtirol ohne Strom. Zuletzt sind 190 Stromabnehmer in Mölten dazugekommen.

Der Funkumsetzer im hinteren Ahrntal ist ausgefallen. Dieser dient vorwiegend den Rettungskräften für ihre interne Kommunikation.

Laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin ist ab Mittwoch endlich mit einer Wetterberuhigung zu rechnen.

ds