Innsbruck hat etwa 100 davon, Bozen nur 50. Jetzt soll auf 75 aufgestockt werden. <BR /><BR />Taxilizenzen werden zwar von der Gemeinde vergeben, müssen jedoch von der ART („Autorità di Regolazione dei Trasporti“) begutachtet werden. „Das entsprechende Ansuchen ist jetzt vorbereitet und kann dem ART zugestellt werden“, erklärte Mobilitätsstadtrat <b>Stefano Fattor</b> gestern. Auch die zuständige Gemeindekommission hat sich gestern erneut mit dem Thema Taxilizenzen beschäftigt. „Derzeit sind in Bozen 50 Lizenzen aktiv, wir werden sie jedoch auf 75 aufstocken, 70 davon für normale Taxis, 5 für den Dienst für Menschen mit Behinderung“, erklärt Fattor. Die Begutachtung durch das ART sei verpflichtend, denn diese Körperschaft entscheide, ob die Erhöhung der Anzahl an Lizenzen für eine Stadt in der Größenordnung von Bozen gerechtfertigt ist. <h3> Taxilizenz etwa 200.000 Euro wert</h3>Davon ist auszugehen, denn Innsbruck, das mit Bozen vergleichbar ist, hat immerhin rund 100 Lizenzen. „Wir würden kurzfristig ohnehin nur 10 Lizenzen zusätzlich aktivieren“, schildert Fattor. Diese sollen – anders als früher – aber nicht mehr gratis an Interessierte übergeben werden. „Wir werden eine Ausschreibung durchführen und auch einen Preis für die Lizenzen verlangen“, kündigt der Stadtrat an. Anderenfalls könne es wieder passieren, dass Inhaber die Lizenz nach 5 Jahren für hohe Summen veräußern und damit ein Geschäft machen. „Immerhin ist eine Taxilizenz in Bozen derzeit etwa 200.000 Euro wert“, stellt Fattor fest. <BR /><BR />Um diese Summe wird diese Gemeinde die Lizenzen nicht vergeben, „denn sonst würde sich wohl niemand melden“, weiß Fattor. Jedoch sollen sie auch nicht mehr gratis sein, eben um ein Weiterverkaufen unattraktiver zu machen. <BR /><BR />Alles steht und fällt nun mit der Antwort des ART, denn der Stadtrat hat bereits grünes Licht für die Lizenzaufstockung gegeben. Auch weil ein negativer Bescheid all jenen, die Rekurs gegen die Aufstockung der Lizenzen einreichen möchten, damit Tür und Tor öffnen würde. <BR /><BR />Für absolut notwendig hält diese auch Wirtschaftsstadträtin <b>Johanna Ramoser</b>. „Die Verfügbarkeit von Taxis ist für uns als Stadt einfach immens wichtig“, pflichtet sie Fattor bei. Es könne nicht sein, dass in einer Stadt wie Bozen oft kein Taxi zu bekomme sei und die Hotels sich mit Privattransportdiensten behelfen müssen.<h3>Für Taxifahrer sind 25 Lizenzen zu viel</h3> <b><BR /><BR />Claudio Dal Gobbo</b> ist das Sprachrohr der Bozner Taxilenker im Verband CNA. Er hat eine klare Meinung zu den Plänen der Gemeinde: „Für uns ist es in Ordnung, wenn die Gemeinde 10 neue Lizenzen aktiviert, jetzt gleich eine Steigerung von 50 Prozent herbeizuführen ist nicht in unserem Sinn.“ Der Dienst sei zu verbessern, das sieht auch Dal Gobbo ein, doch zu viele Lizenzen freizugeben, sei unter Umständen kontraproduktiv. „Zudem muss die Gemeinde daran denken, dass dann auch weitere Taxi-Halteplätze geschaffen werden müssen, denn wir haben auch Leerlaufzeiten“, verweist Dal Gobbo auf ein weiteres Problem.