Dienstag, 10. Januar 2017

Neuer 112er-Dienst sucht ein Zuhause

Die Suche nach den Räumlichkeiten für den neuen landesweiten Notrufdienst 112 gestaltet sich unerwartet schwierig: Obwohl das Zivilschutzzentrum in der Bozner Drususstraße eine beachtliche Größe aufweist, finden sich dort keine Räume für den neuen Dienst. Grünes Licht gibt es dagegen, was die Anstellung von neuen Mitarbeitern anlangt.

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Foto: © shutterstock

Bekanntlich ist die Einrichtung der neuen landesweiten Notrufnummer 112 beschlossene Sache. Der Sanitätsbetrieb hat hierfür den Auftrag erhalten, 15 neue Verwaltungs-Mitarbeiter bereitzustellen. Mit Ende Dezember ist die diesbezügliche interne Kundmachung ausgelaufen, mit einem positiven Ergebnis.

„Insgesamt haben sich 12 Interessenten gemeldet“, erklärt Generaldirektor Thomas Schael, „diese werden in den nächsten Wochen einer Eignungsprüfung unterzogen. Für die noch freibleibenden Stellen werden wir baldmöglichst einen öffentlichen Wettbewerb durchführen. Zusätzlich ist geplant, 2-3 Mitarbeiter des privatisierten Roten Kreuzes anzustellen.“ Voraussetzung sind, aufgrund des besonderen Einsatzgebietes,  sehr gute Kenntnisse der deutschen und italienischen Sprache, aber auch Englischkenntnisse zumindest auf B2-Niveau.

Geräuschpegel als zusätzliches Problem

Die Ampel steht demnach auf grün, was die Personalfindung anlangt. Ein Knackpunkt bleibt hingegen nach wie vor die Logistik. Die Räumlichkeiten der Notrufzentrale befinden sich im 3. Stock des Zivilschutzzentrums in Bozen, zwischen der Feuerwehr- und der Verkehrsmeldezentrale.

„Wir haben also das Problem, dass wir uns weder in die eine noch in die andere Richtung erweitern können“, so Schael, der sich am Dienstag selbst einen Eindruck verschafft hat, „gleichzeitig ist die Unterbringung der neuen Mitarbeitenden in den bestehenden Räumlichkeiten unmöglich. Es ist einfach zu wenig Platz; auch der Geräuschpegel würde viel zu hoch in einer derartigen Notrufzentrale.“ 

Alternativ angedacht ist demnach, den 118er-Dienst mitsamt dem neuen 112er-Dienst im Krankenhaus Bozen unterzubringen. „Falls sich im Zivilschutzzentrum keine Lösung abzeichnen sollte, so müssen wir uns bereits jetzt nach Alternativen umschauen.“ 

stol

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