<BR /> Thomas Zelger zog eine insgesamt recht positive Bilanz, die offensichtlich auch von den Bergführern geteilt wird. So wurde nicht nur der Großteil des Vorstands wiedergewählt, sondern auch Zelger mit großer Mehrheit in seinem Amt als Präsident bestätigt. Auch sein Stellvertreter Bernhard Mock führt sein Amt fort. <BR /><BR />Dem am Samstag gewählten, bis auf ein neues Mitglied wiederbestätigten Vorstand des Verbandes der Südtiroler Berg- und Skiführer gehören <b>Thomas Zelger</b>, <b>Michaela Egarter</b>, <b>Bernhard Mock</b>, <b>Florian Huber</b>, <b>Philipp Unteregelsbacher</b>, <b>Dietmar Niederbrunner</b>, <b>Moritz Tirler</b> und <b>Ewald Beikircher</b> an. Dazu kommt <b>Patrick Stuflesser</b>, der schon am Samstagvormittag in der ebenfalls von Thomas Zelger geleiteten, gut besuchten Jahreshauptversammlung der Wanderleiter und Wanderleiterinnen als deren Vertreter in den Vorstand bestätigt wurde. <h3> Vor diesen Problemen steht der Bergführer</h3>Vor einer Reihe von Herausforderungen – von der Tourismusentwicklung über den Klimawandel bis hin zur unlauteren Konkurrenz – stehen auch die Profis am Berg, also Bergführer und Wanderleiter, wie Zelger informierte. So seien ein wichtiges Thema im abgelaufenen Arbeitsjahr etwa die in Südtirol illegal tätigen Führer gewesen. <BR /><BR />„Dass wir gemeinsam mit der Finanzwache Kontrollen durchgeführt und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert haben, hat auch international für viel Aufsehen und Zuspruch gesorgt“, so Zelger. Ziel sei schließlich nicht, anerkannte Bergführer aus den Nachbarländern von Südtirol fernzuhalten. „Uns geht es darum, dass die Regeln eingehalten werden und sich die Kolleginnen und Kollegen diesen Regeln entsprechend anmelden, das ist auch Aufgabe einer Berufskammer“, so der Südtiroler Bergführer-Präsident.<h3> Tourismus bringt Herausforderung mit sich</h3>Zelger machte zudem auf die Herausforderungen aufmerksam, die die Entwicklung des Tourismus mit sich brächten. „Unsere Kunden werden internationaler, das alpinistische Niveau der Gäste sinkt eher, auch die Stammgäste bleiben merklich aus, sodass wir verstärkt mit Tagestouristen unterwegs sind“, erklärt der Präsident. Eine Herausforderung sei darüber hinaus, dass immer stärker ausländische Agenturen auf den Markt drängten. „Wir müssen darauf Wert legen, dass Bergführer auch künftig noch frei und unabhängig agieren können und sich nicht zu Angestellten degradieren lassen“, so Zelger.<BR /><BR />Eine Gefahr, die weit über das Ökonomische hinausreiche, sei zudem der Klimawandel. „Gerade für die Kolleginnen und Kollegen, die viel auf Gletschern unterwegs sind, steigen die Gefahren“, erklärt der Bergführer-Präsident. Zudem mache der Klimawandel das Bergführer-Geschäft im Winter unsicher: „Der Schnee kommt immer später, was unsere Saison verkürzt“, so Zelger, „und weil Schnee auch im späten Winter nicht immer zuverlässig fällt, fehlt uns die Planungssicherheit“.<BR /><BR />Auch der Naturschutz ist und bleibt ein Thema für Zelger, der mit Sorge weiteren Erschließungsprojekten in den Bergen in Südtirol entgegenblickt:<BR />„Denn die Natur und unsere Landschaft gehören zu unserem größten Potential, das Vergessen leider viele bei uns“.<BR /><BR />Trotz allem blicken Bergführer und Wanderleiter positiv in die Zukunft, denn der Trend zum Urlaub am Berg und die Natur ist nach wie vor groß.