Martin Kammerer wird neuer Dekan des Dekanats Klausen-Kastelruth und leitet die Seelsorgeeinheit Klausen Sabiona. Zudem wurde er zum Pfarrer von Klausen, Waidbruck, Kollmann, Latzfons, Feldthurns, Villanders und Barbian ernannt. <BR /><BR />1977 in Brixen geboren, studierte er nach der Matura in Brixen, Rom und Innsbruck Theologie und empfing 2002 die Priesterweihe. Von 2012 bis 2021 war er als Pfarrer in Taufers, Uttenheim und Gais sowie als Dekan des Dekanats Taufers im Pustertal tätig. Anfang 2022 trat er in den Benediktinerorden (OSB) im Schottenstift in Wien ein und wirkte dort unter anderem als Pfarrprovisor in der Pfarre Sankt Ulrich (Wien). Kammerer war zudem in der Studentenseelsorge tätig. <BR /><BR />Mit der Ernennung durch Bischof Muser zum Dekan kehrt Kammerer nach Südtirol zurück. Wir haben mit ihm über seine Rückkehr und seinen neuen Auftrag als Dekan gesprochen. <BR /><BR /><b>Sie kehren nach knapp fünf Jahren im Schottenstift in Wien nach Südtirol zurück – weg von der Ordensgemeinschaft und zurück zu den Wurzeln als Diözesanpriester. Wie kam es dazu?</b><BR />Martin Kammerer: Im Benediktinerorden gibt es das Postulat, das Noviziat und anschließend das Versprechen der zeitlichen Profess. Diese umfasst drei Jahre, und diese Zeit habe ich abgeschlossen. Ich habe aber gespürt, dass es für mich wichtig ist, mich wieder in meiner Heimatdiözese einzubringen. Innerlich habe ich eine größere Sicherheit darin verspürt, meinen Weg als Diözesanpriester weiterzugehen. Als Teil der Ordensgemeinschaft in Wien habe ich viel Schönes erlebt und nehme viel Wertvolles aus dieser Zeit mit.<BR /><b><BR />Als Brixner kennen Sie Klausen sicherlich gut.</b><BR />Kammerer: Ich kenne Klausen seit meiner Kindheit, ebenso Säben und die gesamte Umgebung. Diese Gegend bedeutet mir sehr viel, und ich freue mich darauf, wieder hierherzukommen.<BR /><BR /><b>Mit welchen Vorstellungen und Erwartungen treten Sie Ihre neue Aufgabe an?</b><BR />Kammerer: Ich glaube, meine Aufgaben sind im Prinzip bereits vorgegeben: verkündigen, feiern und dienen. Das sind drei Grundvollzüge der Kirche. Außerdem möchte ich an die Arbeit meiner Vorgänger anknüpfen, insbesondere an die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen in der Pfarrei. Das gilt natürlich auch für die Liturgie und die Caritas – also für den Blick auf die Not der Menschen.<BR /><BR /><b>Die Zahl der Kirchgänger nimmt ab. Wie möchten Sie junge Menschen ansprechen?</b><BR />Kammerer: Ich hoffe auf ein Umdenken in jedem Einzelnen. Die Frage, die wir uns alle stellen sollten, lautet: Was gibt mir letztlich Halt? Wir können als Priester die Menschen auf ihrem Weg zu Gott nur begleiten und fördern. Wir können Vorbilder sein. Letztlich muss uns aber klar sein, dass wir die Situation nie vollständig in der Hand haben. Gleichzeitig gibt es Zeichen, die darauf hindeuten, dass sich in der katholischen Kirche etwas bewegt und vielleicht sogar ein Aufschwung abzeichnet. Wenn wir feststellen, dass die Welt zunehmend säkularisiert ist, kann daraus möglicherweise auch eine neue Sehnsucht entstehen – eine Sehnsucht nach etwas, das über das Materielle hinausgeht. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott die Menschen in dieser Sehnsucht ansprechen kann. <BR /><BR /><b> Die Seelsorgeeinheit umfasst zwölf Pfarreien. Muss man als Dekan auch Manager sein?</b><BR />Kammerer: Organisieren ist ein wichtiger Teil, das ist auch unser tägliches Brot. <BR /><BR /><b>Die Laien gelten als wichtige Stütze des Pfarrlebens. Wie sehen Sie deren Rolle? </b><BR />Kammerer: Ich verspüre eine große Wertschätzung für Menschen, die sich in der Kirche engagieren, ich freue mich mit ihnen zusammenzuarbeiten. Insgesamt freue ich mich auf die Menschen im Dekanat. <BR /><BR /><b>Es gibt konkrete Pläne den Klosterberg Säben zu erschließen. Haben Sie eine Meinung dazu? </b><BR />Kammerer: Ich möchte mich aktuell mit einer Meinung nach außen hin zurückhalten – auch weil ich die genauen Pläne nicht im Detail kenne. Klar ist: Säben hat für mich persönlich eine ganz große Bedeutung, von Säben aus startet die Evangelisierung unserer Diözese und der ganzen Region.<h3> Festgottesdienst am Samstag</h3>Am Samstag, den <Fett>5. September</Fett> wird Martin Kammerer als neuer Dekan des Dekanats Klausen-Kastelruth eingeführt. <BR /><BR /><b>Zum Ablauf des Festaktes:</b><BR /><BR />Um <Fett>16.30 Uhr</Fett> ist Treffpunkt vor dem Widum mit Bischof Ivo Muser, Dekan Martin Kammerer, Altdekan Gottfried Fuchs den anwesenden Seelsorgern des Dekanats, der Bürgerkapelle Klausen und der Fahnenabordnungen aus der Seelsorgeeinheit. <BR /><BR />Nach dem Einzug zur Pfarrkirche erfolgen Grußworte des Bürgermeisters Peter Gasser. Der von Bischof Muser zelebrierte Festgottesdienst wird musikalisch vom Chor Klausen und dem italienischen Frauenchor gestaltet. <BR /><BR />Anschließend sind alle Pfarrangehörigen aus der Seelsorgeeinheit zu einem Umtrunk auf dem Kirchplatz eingeladen. Die Zufahrt nach <Fett>Klausen Nord</Fett> ist wegen des Zivilschutztags am Marktplatz von Klausen <Fett>gesperrt</Fett>.