Freitag, 11. Mai 2018

Neuer Dienst der Neuroradiologie

Die Provinzen Bozen und Trient haben einen neuen gemeinsamen Dienst für die Neuroradiologie: Der Direktionssitz ist in Bozen, der zweite Standort in Trient. Die provinzübergreifende Ausrichtung ist neu in ganz Italien.

Am Freitag wurde der Dienst vorgestellt. - Foto: sabes
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Am Freitag wurde der Dienst vorgestellt. - Foto: sabes

Der Dienst für Neuroradiologie war Anfang März auf Grundlage eines gemeinsamen Abkommens mit der Provinz Trient per Beschluss der Landesregierung geschaffen worden. Bereits Anfang April konnte Benedetto Petralia, ein ausgewiesener Experte auf diesem Fachgebiet, als Primar des neu geschaffenen Dienstes gewonnen werden. Petralia wird nun am 16. Mai 2018 seinen Dienst antreten.

In der Tatsache, dass der Dienst auf 2 Provinzen respektive 2 Krankenhäuser verteilt ist, sieht der neue Primar auch seine größte Herausforderung: „Es gilt nun, 2 Teams, 2 Arbeitsstile und wohl auch 2 unterschiedliche Zugänge zusammenzuführen und ein neues, schlagkräftiges Team mit 2 Standorten, nämlich Bozen und Trient, aufzubauen“, betont der Primar.

Neurologie – was ist das genau?

Neurologie befasst sich mit der Diagnostik und der Behandlung von Erkrankungen und Veränderungen des Zentralen Nervensystems.

Für die Errichtung eines Dienstes ist auch das voraussichtliche Einzugsgebiet von großer Bedeutung. Neo-Primar Benedetto Petralia: „Um eine Expertise aufzubauen und die Lernkurve hoch zu halten ist ein Einzugsgebiet mit einer Million Einwohner nötig. Dabei geht man jährlich von rund 200 Fällen aus, die eine Intervention erfordern. Das reicht von notwendigen endovaskulären Behandlungen in Gehirn und Rückenmark bis zu einem Iktus (Schlaganfall).“

Mit knapp 1,1 Millionen Einwohner erfüllt die Region Trentino-Südtirol diese für die Qualität wichtige Voraussetzung.

Zum neuen Primar 

Benedetto Petralia, der Primar des neuen Dienstes für Neuroradiologie, hat an der Universität Catania Medizin studiert und kann einen Facharzttitel in Neurologie (Universität Modena) und Radiodiagnostik (Universität Udine) vorweisen.

Seit 1993 ist Petralia am Universitätskrankenhaus Udine tätig und hat sich dort von Beginn an auf den Bereich Basisdiagnostik (funktionale Magnetresonanz, Gehirnperfusion) und diagnostischen und interventionellen endovaskulären Behandlungen im Gehirn und Rückenmark spezialisiert.

stol

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