Samstag, 03. Oktober 2015

Neuer „Ötzi-Aufpasser“: Gefahr des Zerfalls abwenden

Ötzi bekommt einen neuen „Hüter“, der den Zustand der Eismumie konstant überwachen soll.

Der neue Mann an Ötzis Seite: Rechtsmediziner Oliver Peschel - Foto: epa/DLife
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Der neue Mann an Ötzis Seite: Rechtsmediziner Oliver Peschel - Foto: epa/DLife

„Die Arbeit ist ganz besonders spannend und eine große Herausforderung“, sagte der Rechtsmediziner Oliver Peschel von der Ludwig-Maximilians-Universität in München der Deutschen Presse-Agentur. Er übernimmt im kommenden August die Arbeit als Konservationsbeauftragter des Eismannes. Peschel löst Eduard Egarter Vigl, den bisherigen „Leibarzt“ der Kultmumie ab.

„Meine Hauptaufgabe wird sein, die Konservierung zu überwachen. Wenn Sie den Ötzi ins Trockene stellen, zerfällt er und wird von Pilzen und Bakterien befallen.“

Der Zustand der Feuchtmumie, die regelmäßig mit Wasser besprüht wird und in einer Igluzelle bei minus sechs Grad lagert, sei derzeit gut. „Aber es besteht natürlich grundsätzlich die Gefahr, dass er zerfällt.“

Erhalt hat höchste Priorität

Zudem werde er über Forschungsanträge entscheiden, wenn Wissenschaftler Neues über den Eismann herausfinden wollen. „Die höchste Priorität hat der Erhalt der Mumie.“ Jede Gewebeentnahme müsse „vorsichtig abgewogen“ werden.

dpa

stol