Dienstag, 15. November 2016

Neuer Universitätsplatz in Bozen eröffnet

Ein neuer Treffpunkt für die Bürger - das soll der neu gestaltete Universitätsplatz inmitten der Landeshauptstadt werden. Am Dienstag wurde er offiziell eröffnet.

Landesrat Christian Tommasini (von rechts) bei der Eröffnung des neugestalteten Universitätsplatzes mit den Uni-Chefs Walter Lorenz und Günther Mathà, Stadtrat Luis Walcher, Abteilungsdirektor Andrea Sega und Ex-Gemeindeart Rudi Benedikter.
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Landesrat Christian Tommasini (von rechts) bei der Eröffnung des neugestalteten Universitätsplatzes mit den Uni-Chefs Walter Lorenz und Günther Mathà, Stadtrat Luis Walcher, Abteilungsdirektor Andrea Sega und Ex-Gemeindeart Rudi Benedikter. - Foto: © LPA

Bei einer Feierstunde wurde der neu gestaltete Universitätsplatz im Beisein von Bautenlandesrat Christian Tommasini, Stadtrat Luis Walcher und dem Rektor sowie dem Direktor der Freien Universität Bozen, Walter Lorenz und Günther Mathà, sowie den Technikern und Planern eröffnet.

Gemeinsames Ziel von Land und Gemeinde Bozen war es, den Universitätsplatz aufzuwerten und von einem Auto- und Fahrradparkplatz in einen Treffpunkt für die Bürger umzuwandeln. Der ehemalige Sernesi- und jetzige Universitätsplatz ist von mehreren öffentlichen Gebäuden, wie jenen der Freien Universität Bozen und dem Gebäude der Region, aber auch von Privathäusern umrahmt. Wichtige Fußgängerachsen wie die Europagalerie und die Sernesigalerie treffen auf dem Universitätsplatz zusammen.

Landesrat Tommasini unterstrich bei der Feierstunde, dass das Land Ressourcen für die Aufwertung der Landeshauptstadt insbesondere für den Universitätsplatz und den künftigen Platz des Bibliothekenzentrums investiere. Beide Plätze sein Plätze des Wissen und der Begegnungen, wo sich mehrsprachige und offene Bürger austauschen könnten, was auch zur Lebensqualität beitrage, sagte Landesrat Tommasini.

Der Bozner Stadtrat Walcher betonte, dass der Platz nun den Namen Universitätsplatz verdiene und ein Treffpunkt sei, der das Bozner Stadtzentrum aufwerte.

Uni-Rektor Lorenz bezeichnete den neuen Platz als Symbol der Gastfreundschaft und der Zusammenschau zwischen Universität und Stadt. Für die Studenten, aber auch für alle Bürger sei der Platz ein Ort, an dem man sich ausruhen, lesen, schreiben und kostenlos im Web surfen könne, unterstrich Uni-Direktor Mathà.

Die Arbeiten zur Neugestaltung des Universitätsplatzes wurden nach den Plänen des durch einen Wettbewerb ermittelten Siegerprojekts von Architekt Stanislao Fierro unter der Regie der Landesabteilung Hochbau und technischer Diensts durchgeführt, erklärte Abteilungsdirektor Andrea Sega, der auch auf die Wichtigkeit von Projektierungswettbewerben zur Aufwertung der Architektur hingewiesen hat.

Kirschbäume zieren nun den Universitätsplatz. - Foto: LPA

Zwischen Juli und Oktober 2016 wurden auf dem Platz insgesamt 24 Zierkirschbäume gepflanzt, sieben halbrunde Sitzbankelemente und ein Trinkbrunnen eingefügt, sowie eine einheitliche, ebenerdige Pflasterung vorgenommen.

"Nach Neugestaltung auch neuen Namen"

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) freut sich über die Neugestaltung des Universitätsplatzes. Bereits im Jahr 2010 habe die sh.asus mit einer Initiative Vorschläge von Studierenden für die Neugestaltung gesammelt, heißt es in einer Aussendung. Nach vielen Verzögerungen - das Siegerprojekt wurde Anfang 2014 vorgestellt - könne nun ein umso schönerer Platz seiner Bestimmung übergeben werden, der sich hoffentlich zum Treffpunkt zwischen Bozner Bevölkerung und Studierenden entwickeln werde.

In diesem Zusammenhang wäre es laut sh.asus wünschenswert, wenn der Platz einen passenderen Namen bekäme. 2009 wurde der ehemalige Sernesiplatz in Universitätsplatz umbenannt, gleichzeitig wurde die Kreuzung zwischen Rom- und Trieststraße nach Hans und Sophie Scholl benannt - wo es aber bis auf ein Rosenbeet keinerlei Verbindung zu den Widerstandskämpfern gibt. Nach dem Vorbild anderer Städte wie z.B. Brixen oder München wäre es hingegen sinnvoller, wenn ein Platz direkt an der Universität den Namen der Geschwister Scholl tragen bzw. an die Widerstandsgruppe erinnern würde.

stol

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