Seit vielen Jahren steht das Gebäude im Eigentum der Pfarrei leer. Zunächst Mesnerhaus wurde es später zum „Inso Haus“, in dem viele Generationen ihre Jugendjahre verbracht haben. Seit dem Umzug des Jugendzentrums in die Sportzone steht das Haus am Dorfplatz wieder leer. Die Pfarrei hat deshalb mit der Gemeindeverwaltung ein Nutzungskonzept erarbeitet. „Das Gebäude erfüllt nicht die Voraussetzungen für den Denkmalschutz und wird daher abgerissen und neu aufgebaut“, erklärt Bürgermeister Martin Ausserdorfer. <BR /><BR />Dank einer von der Gemeinde genehmigten Kubaturerweiterung wird das Gebäude höher und breiter. „Es wird sich aber sowohl von der Größe als auch von der Architektur gut in das Dorfensemble einfügen“, betont der Bürgermeister. Das Projekt nach Plänen von Architekt Martin Mutschlechner sei mit dem Denkmalamt abgestimmt und stoße im Dorf auf viel Zustimmung.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327248_image" /></div> <BR />In den drei Obergeschossen werden rund zehn Mietwohnungen entstehen. Die Pfarrei wird eine Landesförderung in Anspruch nehmen und die Wohnungen zum Landesmietzins vermieten. Wohnbaulandesrätin Ulli Mair erläuterte vergangene Woche bei ihrem Besuch im Gemeinderat, dass das Land bei seit mehr als zehn Jahren leerstehenden Gebäuden einen Beitrag bis zu 65 Prozent der Baukosten gewähre. <BR /><BR />Voraussetzung ist, dass die Wohnungen zu einem leistbaren Mietzins an Anspruchsberechtigte vergeben werden. „So entsteht mitten im Dorf dringend benötigter Wohnraum, während die Pfarrei zusätzliche Einnahmen generiert und für Investitionen und Projekte nicht mehr auf Fremdmittel angewiesen ist“, sagt Ausserdorfer.<BR /><BR />Das Erdgeschoss wird die Gemeinde erwerben. Geplant sind ein Vereinslokal für die Schützenkompanie, eine Erweiterung des Schankbereichs für Festveranstaltungen sowie Räumlichkeiten für die Seniorenmensa. „Die Testphase der Seniorenmensa in der Schulmensa ist sehr gut gelaufen. Mit den eigenen Räumen wollen wir einen Ort schaffen, an dem die Seniorinnen und Senioren auch nach dem Essen noch Zeit miteinander verbringen können“, sagt der Bürgermeister. <BR /><BR />Er bezeichnet das Vorhaben als Gewinn für Dorf und Pfarrei. Sein Dank gilt den Verantwortlichen der Pfarrei mit Pfarrer Kizito Menanga und Pfarrgemeinderatspräsident Reinhard Kammerer sowie der Vermögensverwaltung der Diözese für die Zustimmung zum Gemeinschaftsprojekt. <BR /><BR />Für weiteren Wohnraum wird derzeit auch in der Auerwiese gebaut. Dort errichtet das Wohnbauinstitut im letzten freien Baulos ein Gebäude mit acht Wohnungen. Laut Ulli Mair liegen aus St. Lorenzen derzeit 13 Wohnbaugesuche vor, drei davon mit besonders hoher Punktezahl. Diese sollen bei der Vergabe berücksichtigt werden. „Für die übrigen Wohnungen werden wir mit dem Wobi ein Abkommen abschließen, damit sie bestimmten Kriterien unterliegen und etwa dem jungen Wohnen vorbehalten werden können“, sagt Ausserdorfer. Die Wohnungen sollen im kommenden Jahr bezugsfertig sein.