Dienstag, 16. März 2021

Neues Mediengesetz in Australien: Facebook einigt sich mit News Corp

Wenige Wochen nach der Verabschiedung eines neuen Mediengesetzes in Australien haben sich Facebook und der von Rupert Murdoch gegründete Konzern News Corp auf Zahlungen für journalistische Inhalte des Medienunternehmens geeinigt.

Der Medienkonflikt in Australien beruhigt sich zunehmend.
Der Medienkonflikt in Australien beruhigt sich zunehmend. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
In einer Mitteilung hieß es, es handele sich um „eine mehrjährige Vereinbarung, um Millionen von Facebook-Nutzern in Australien über das Produkt Facebook News Zugang zu vertrauenswürdigen Nachrichten und Informationen zu verschaffen“.

Der Deal laufe zunächst 3 Jahre und umfasse unter anderem die Zeitung „The Australian“ und das Nachrichtenportal „news.com.au“, so News Corp.

„Die Vereinbarung mit Facebook ist ein Meilenstein in der Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Journalismus und wird einen maßgeblichen und bedeutenden Einfluss auf unsere australischen Nachrichtengeschäfte haben“, sagte News-Corp-Chef Robert Thomson.

„Mark Zuckerberg und sein Team verdienen Anerkennung für ihre Rolle bei der Gestaltung einer Zukunft für den Journalismus, der seit mehr als einem Jahrzehnt unter extremer Belastung steht.“ Genaue Details zu der Vereinbarung wurden zunächst nicht bekannt.

Streit um Mediengesetz

Australien hatte das umstrittene Gesetz Ende Februar nach einem längeren Disput mit Facebook und anfangs auch Google verabschiedet. Die Regierung will damit erreichen, dass Werbeeinnahmen künftig gerechter verteilt werden.

Google hatte in dem Tauziehen mit Canberra bereits im Februar eingelenkt und sich mit mehreren Medienunternehmen auf Zahlungen für journalistische Inhalte geeinigt, darunter auch mit News Corp.

Facebook hatte den Streit hingegen eskaliert und vorübergehend Nachrichtenseiten auf seiner Plattform für australische Nutzer gesperrt. Schließlich einigte sich der Internetgigant aber nach langen Verhandlungen mit der Regierung. STOL hatte berichtet.

dpa/stol