Das Haus „CasaNova“ hat der Betrieb für Sozialdienste Bozen gestern (BSB) vorgestellt.<BR /><BR /><BR /><BR /> In der Ortlerstraße hat die Stadtgemeinde Bozen, mit der finanziellen Unterstützung des Landes, 24 barrierefreie Wohnungen für alleinstehende Senioren im eigens dafür geplanten Haus „CasaNova“ gebaut; bei Bedarf werden die Rentner von ausgebildetem Personal des BSB begleitet und betreut. Außerdem gibt es im Haus Schalterdienste und Gemeinschaftsräume gegen die Vereinsamung, in denen von der Sozialkooperative „OfficineVispa“, die fester Teil des Hauses ist, verschiedenste Aktivitäten angeboten werden – für die Senioren, aber auch für die Menschen im Stadtviertel, denen die Räume ebenfalls zur Verfügung stehen. <BR /><BR />Zudem gibt es im Haus „CasaNova“ eine Arztpraxis für Menschen mit Autismus; ein Verein, der Menschen mit Autismus und deren Familien berät, hat im Erdgeschoss ein Büro, ebenso der Verein GEA. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146264_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Das Haus ist ein Treffpunkt, ein Ort der Begegnung, auch für das Stadtviertel“, betonte BSB-Generaldirektorin Liliana Di Fede, die die „grundlegende Bedeutung der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen für die Menschen im Haus“ hervorhob. Die Wohnungen – 12 sind ca. 40 Quadratmeter groß, die 12 anderen ca. 60 Quadratmeter – für Menschen ab 65 werden über eine Rangordnung vergeben. <BR /><BR />„Es handelt sich um ein neues Wohnmodell. Die 24 Wohnungen sind für das Wohnen im Alter konzipiert: Sie sind barrierefrei und mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet, damit ältere Menschen so lange als möglich selbständig in ihrer Wohnung wohnen bleiben können“ erklärte Di Fede. In den 24 Wohnungen leben alleinstehende Senioren, die ihren Alltag noch mit einer gewissen Autonomie bewältigen können. Besteht Bedarf, werden sie vom Betrieb für Sozialdienste betreut, der das Haus „CasaNova“ führt und bereits bei der Planung gemeinnützige Vereine und das Ehrenamt aktiv einbezogen hat. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1146267_image" /></div> <BR /><BR />So haben etwa Federico Prandini und Valentino Boduri, beide 18 Jahre alt, Schüler der Fachoberschule für Bauwesen, Umwelt und Raumplanung „Andrea e Pietro Delai“ und Ehrenamtliche im Verein „Anteas Agas“, mehrere Senioren mit der Planimetrie für die Einrichtung der Wohnungen unterstützt. <BR /><BR /><BR />Das „Leuchtturmprojekt“, wie Landesrätin Rosmarie Pamer es bezeichnete, soll in Bozen Schule machen. Darüber waren sich bei der gestrigen Präsentation alle einig. „2016, in meinem ersten Amtsjahr, habe ich 7 Hundertjährigen gratuliert, derzeit leben in Bozen 79 Menschen, die 100 Jahre oder älter sind“, unterstrich Bürgermeister Renzo Caramaschi. „CasaNova“ ermögliche Senioren ein „Altern in Würde, eingebettet in viel Solidarität“, so der Rathauschef. Von einem „ausgezeichneten Projekt“ sprach Vizebürgermeister Stephan Konder, der betonte, dass die Stadt „diesen Weg weitergehen“ werde.