<BR />Einer der vier Verdächtigen sitzt im Hausarrest, die Finanzpolizei hat bereits Geld und Eigentum im Wert von 17,8 Millionen Euro beschlagnahmt. Das Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs zeuge laut Ermittlern von einer ausgeklügelten und systematischen Betrugsmasche, um die Mehrwertsteuer zu hinterziehen. <h3> Verdacht: Scheinfirmen und Strohmänner in anderen EU-Ländern </h3>Der Gruppe von Unternehmern, die in Rom tätig sind, soll es mit der Ausstellung gefälschter Rechnungen und der Gründung von Scheinfirmen mit Strohmännern in anderen EU-Ländern gelungen sein, beim Verkauf der neuesten Modelle von Laptops, Smartphones und weiteren elektronischen Geräten insgesamt 17,8 Millionen Euro an Mehrwertsteuer zu „sparen“. <BR /><BR />Weil die Strohmänner an der Spitze der Scheinfirmen mittellos waren, konnten die Steuerbehörden die Mehrwertsteuer, die sie der öffentlichen Hand schuldig geblieben waren, nicht eintreiben. <BR /><h3> Hauptverdächtiger im Hausarrest – Berufsverbot für mutmaßliche Komplizen </h3>Die vier Unternehmer aus Rom sollen dann als Großhändler die Produkte zu unlauteren Preisen in den Südtiroler Detailverkauf eingeführt haben. Wie die Ermittler in der Aussendung präzisieren, ahnten die Südtiroler Unternehmer, die die Produkte der Römer kauften, nicht, dass eine internationale Steuerbetrugsmasche hinter den niedrigen Preisen steckte. <BR /><BR /><BR />Neben den Beschlagnahmen in Höhe von 17,8 Millionen Euro wurde der Hauptverdächtige unter Hausarrest gestellt, gegen seine drei mutmaßlichen Komplizen wurden Berufsverbote ausgesprochen.