Freitag, 13. März 2020

Neuinfektionen in China und Südkorea weiter rückläufig

Mit nur noch 8 neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden erneut einen neuen Tiefstand der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über das Coronavirus vor 7 Wochen gemeldet. An der Lungenkrankheit starben zudem 7 weitere Menschen. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war ebenfalls der niedrigste seit Wochen. Auch in Südkorea sank die Zahl der neu erfassten Infektionen.

Von Entspannung ist in China und Südkorea noch nicht die Rede.
Von Entspannung ist in China und Südkorea noch nicht die Rede. - Foto: © APA (AFP) / ED JONES
De Gesundheitsbehörde in China hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass das Land den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Die Zahl neuer Infektionen mit SARS-CoV-2 gehe immer weiter zurück.

Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden auf dem chinesischen Festland 80.813 Infektionen und 3.176 Tote gemeldet.

In Südkorea wurden am Donnerstag 110 weitere Fälle gemeldet. Es war der geringste Tagesanstieg seit mehr als zwei Wochen. Insgesamt wurden in dem ostasiatischen Land bisher knapp 8000 Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Erreger gemeldet. 67 Todesfälle wurden bisher mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Wachsam bleiben

Trotz der insgesamt rückläufigen Tendenz bei den Fallzahlen in den vergangenen Tagen sei es verfrüht, in der Wachsamkeit nachzulassen, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Die Einstufung der Coronavirus-Ausbreitung als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation habe auch die Besorgnis der Behörden erhöht, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten, sagte Yoon.

Seit Tagen warnen die Behörden auch vor dem wachsenden Risiko durch lokale Häufungen von Infektionsfällen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Ansteckungen konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Südkorea hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.

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apa

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