Mittwoch, 01. April 2020

727 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden in Italien

Italien hat mehr als 720 Tote innerhalb eines Tages im Zuge der Corona-Pandemie vermeldet – allerdings bleibt der Anstieg der Neuinfizierten stabil.

Ausnahmezustand in Italien.
Ausnahmezustand in Italien. - Foto: © ANSA / Tiziano Manzoni-Flipoo Venezia
Am Mittwoch wurden 727 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Italien gemeldet. Das sind 110 Fälle weniger als noch am Dienstag.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 80.572. Mit 2937 Neuinfizierungen setzt sich der Stabilisierungstrend bei den Neuinfizierungen der letzten Tage auch am Mittwoch fort. Eingerechnet der Toten und Geheilten liegt die Summe der erkannten Infektionen in Italien bei mittlerweile insgesamt 110.574.

Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation liegt bei 4035 Personen. Nur 12 neue Patienten mussten am Mittwoch in den Intensivstationen aufgenommen werden, was auf eine Entlastung der Krankenhäuser hoffen lässt. 16.847 Personen sind inzwischen genesen. 30 Patienten wurden nach Deutschland geflogen, wo sie auf der Intensivstation behandelt werden.

Hälfte der Todesfälle in Lombardei

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 394 zusätzliche Todesopfer gegenüber Dienstag verzeichnet. Insgesamt liegt die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 7.593. 1.342 Patienten befinden sich dort auf der Intensivstation.

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In der Emilia Romagna gab es seit Beginn der Epidemie 1.732 Todesopfer, in Venetien 499. In Friaul Julisch Venetien starben bisher 122 Personen, die Zahl der Infizierten stieg dort bis Mittwoch auf 1.685.

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio sprach von einer „schauderhaft hohen Zahl von Todesopfern in Italien“. „Die Epidemiekurve wird umso schneller sinken, je mehr wir die Vorschriften respektieren und zu Hause bleiben“, sagte Di Maio.

„Die Epidemiekurve hat sich stabilisiert. Die Zahl der neuen Infektionen wächst nicht mehr“, sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana auf Facebook. Er hoffe, dass bald die Zahl der neuen Infektionen zurückgehen wird.

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dpa/stol

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