Mittwoch, 12. August 2020

Neuinfizierte in Südtirol werden immer jünger

484 Tests, eine Neuinfektion und dennoch wenig Grund zum Jubeln: Der Südtiroler Sanitätsbetrieb muss mit Sorge feststellen, dass das Durchschnittsalter der neuen Corona-Fälle drastisch gesunken ist, berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ am Mittwoch.

Die Covid-Infizierten werden jünger.
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Die Covid-Infizierten werden jünger. - Foto: © APA/Symbolbild / BARBARA GINDL
Diese Daten sind mit ein Grund dafür, dass die Forderung zur Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen in den vergangenen Tagen besonders an die jüngeren Generationen gerichtet war.

Zu Beginn der Pandemie waren die Infizierten laut den Daten der obersten Gesundheitsbehörde ISS im Durchschnitt über 60 Jahre alt. Im Mai sank dieser Wert auf 55 Jahre, und derzeit liegt er bei 40 Jahren.

Durchschnittsalter der Neuinfizierten sinkt

In Südtirol wurden in der vergangenen Woche Dutzende Menschen positiv auf das Coronavirus getestet – Durchschnittsalter: 37 Jahre. Diese Zahl ist auch ein Indikator dafür, wie sich das Virus in der Gesellschaft verbreitet.

Waren zuvor ältere Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen betroffen, müssen jetzt Arbeiter und Jugendliche, die soziale Kontakte pflegen müssen und wollen, besonders vorsichtig sein.

Die einzige Neuinfektion wurde am Montag in Bozen nachgewiesen – die Landeshauptstadt meldete aber mit einem neuen Genesen weiterhin 15 aktive Fälle.

In den anderen Gemeinden änderte sich nichts im Vergleich zu Sonntag. Quarantänen wurden auch wenige verordnet – die Hälfte davon betraf erneut Personen, die nicht in Südtirol wohnhaft sind (insgesamt 27). Für 26 Bürger aus 12 Gemeinden wurde erstmals eine strenge Isolation verordnet.

Die meisten meldete Bruneck mit 5, und je 4 mussten in Meran und Klausen unter Quarantäne gestellt werden. Den ersten Tag ohne direkten Kontakt zur Außenwelt haben heute jeweils 2 Personen in Rasen-Antholz, Naturns, Leifers und Kaltern hinter sich – und weitere 5 Kommunen meldeten einen Anstieg von je einem Isolationsfall, darunter auch Kurtatsch, das seit Montag nicht mehr quarantänefrei ist.

Wie berichtet, ist die Zahl der nicht in Südtirol wohnhaften Personen, die ihre Quarantäne noch nicht beendet haben, seit Sonntag höher als jene der Südtiroler Isolationsfälle.

Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass viele Erntehelfer dieser Tage Südtirol erreichen und getestet sowie unter Quarantäne gestellt werden . Hinzu kommen noch Rückkehrer von Heimaturlauben sowie Reisende aus Nicht-EU-Ländern, erklärte der Südtiroler Sanitätsbetrieb auf Anfrage.

mic

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