"Auch in Zukunft", erläutert Landesrat Arnold Schuler, "wird in der Landwirtschaft ein tierärztlicher 24-Stunden-Dienst an 356 Tagen im Jahr garantiert."Pro Zone konnte bisher nur ein Konventionstierarzt tätig sein, Betriebe hatten keine Wahlmöglichkeit. Jeder Betrieb kann nun nach dem neuen System seinen Betriebstierarzt aus mehreren Tierärzten wählen. Der Betriebstierarzt wird - nach einem Befähigungskurs von 16 Stunden - freiberuflich tätig sein. Jeder Betriebstierarzt gibt die Gemeinden an, in denen er bereit ist, tätig zu sein.Laut Anwaltschaft des Landes verstößt das aktuelle System mit dem Konventionstierarzt gegen die EU-Wettbewerbsbestimmung. Das Erstellen eines epidemiologischen Überwachungsnetzes inklusive Betriebstierarzt ist von Seiten der EU und des Staates vorgesehen. Die italienische Tierärzteföderation, Federazione nazionale degli ordini veterinari italiani, hat bereits einen Dekretentwurf für die Einführung des Betriebstierarztes erarbeitet; die wichtigsten Teile werden von der Landesgesetzgebung übernommen und aufgrund der Besonderheiten in Südtirol erweitert.Durch einen einheitlichen Ansprechpartner für Tierhalter und Verwaltung können Kosten für beide Seiten eingespart werden. Mit dem gegenwärtigen System entstehen Kosten in Höhe von etwa 1.160.000 Euro pro Jahr. Die veranschlagte Summe für das System des Betriebstierarztes beträgt 1.150.000 Euro pro Jahr.lpa