Mittwoch, 03. August 2016

Neuroreha Sterzing: Der Doktor darf bauen

Vor 2 Monaten trat Dr. Leopold Saltuari mit einem Ultimatum vor die Mikrofone der Presse. Entweder die Neuro-Reha in Sterzing werde ausgebaut oder er gehe. Nun wird bekannt: Saltuaris Drohung fruchtete offenbar.

Leopold Saltuari hat sein Ziel erreicht: Die Neuroreha am Krankenhaus Sterzing wird ausgebaut.
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Leopold Saltuari hat sein Ziel erreicht: Die Neuroreha am Krankenhaus Sterzing wird ausgebaut.

Zur Vorgeschichte: Mit Start der Neuroreha am Krankenhaus Sterzing war zwischen dem Südtiroler Sanitätsbetrieb und den „tirol kliniken“ – früher Tilak – ein Vertrag geschlossen worden. Dieser sah vor, dass Professor Leopold Saltuari, Primar der Abteilung für neurologische Akutnachbehandlung am Landeskrankenhaus Hochzirl, die Neuroreha in Sterzing als sogenanntes Kompetenzzentrum aufbaut und Forschung betreibt. Saltuari ist seitdem Forschungsleiter der Abteilung.

Doch so gut abgestimmt, wie das klingt, lief die Arbeit in Sterzing bisher offenbar nicht: Ende Mai stellte Saltuari öffentlichkeitswirksam klar, dass „sich eine Abteilung mit nur 15 Betten (wie derzeit in Sterzing der Fall; Anm.d.Red.) ökonomisch und fachlich nicht trage“. Die Bettenanzahl müsse dringend auf 21 oder 23 erhöht werden. Zudem gelte es die Research-Tätigkeit – sprich: die Forschung – entsprechend zu fördern.

Im Video - Saltuaris Ultimatum: Mehr Betten, sonst Kooperation beendet

„Wenn die Betten nicht auf mindestens 21 oder 23 aufgestockt werden, und ich nicht innerhalb dieser Woche eine Antwort bekomme, dann sehe ich diese Kooperation als beendet“, sagte deshalb Saltuari. Die Bettenaufstockung sei eine Conditio sine qua non.

Saltuari verkündet: Einigung erzielt

Die Einigung „innerhalb dieser Woche“ konnte bekanntlich nicht erzielt werden. 2 Monate nach seinem Appell allerdings hat sich Saltuari offenbar den Zuschlag für den Ausbau seiner Abteilung geholt: In einem Schreiben, das das Krankenhaus Hochzirl am frühen Mittwochnachmittag verschickte, lässt der Doktor bekannt geben, dass betreffend eine Einigung erzielt worden sei. „Die Abteilung für neurologische Rehabilitation in Sterzing wird weiter ausgebaut“, heißt es darin. „Die klinische Forschung im Bereich der Neurorehabilitation in Sterzing wird fortgesetzt und in Kooperation mit den wissenschaftlichen Partnern intensiviert.“

Details über die durchzuführenden Entwicklungsschritte würden noch im August in einem gemeinsamen Treffen mit dem Assessorat für Gesundheit definiert.

stol

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