Sonntag, 02. Dezember 2018

„New Human Footprint“: Verräterischer Blick aus dem All

Der Blick von oben kann durchaus verräterisch sein. Satellitenaufnahmen der Erde beweisen, inwieweit der Mensch seine Spuren hinterlassen hat.

Satellitenaufnahmen der Erde beweisen, inwieweit der Mensch seine Spuren hinterlassen hat. Symbolbild
Satellitenaufnahmen der Erde beweisen, inwieweit der Mensch seine Spuren hinterlassen hat. Symbolbild - Foto: © shutterstock

Nachzusehen und zu -lesen ist das in einem neuen Bildband „New Human Footprint – Unsere Welt im Umbruch“, der im Salzburger Verlag „Eovision Media“ erschienen ist.

Großformatige und ausdrucksstarke Satellitenaufnahmen halten mitunter drastisch fest, „wie wir Menschen unsere natürliche Umwelt verändern“. Das aufzuzeigen ist das Ansinnen von Gerald Mansberger, Mitherausgeber eines neuen Bildbands, der mehr als 100 Satellitenbilder vereint.

„Anhand ausgewählter Beispiele dokumentieren Zeitreihen unglaublich rasche Veränderungen an vielen Orten unserer Erde“, beschreibt er das Buch: „Sei es durch eine rasante Stadtentwicklung, den Aufbau und die Erweiterung von Gewerbe- und Industrieanlagen oder die Abholzung des Waldes zur Schaffung zusätzlicher landwirtschaftlicher Nutzflächen.“

Auswirkungen werden erst richtig deutlich gemacht 

Die Zeitläufe werden anhand der Aufnahmen aus dem All offensichtlich. Die Konsequenzen des Bevölkerungswachstums und der Ressourcen auf den Planeten und die darauf lebenden Menschen und Tiere, aber auch die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt auch zahlreicher Tier- und Pflanzenarten werden in den aus dem All aufgenommenen Bildern erst so richtig deutlich gemacht.

In Brasiliens Bundesstaat Rondonia beispielsweise war vor 28 Jahren von oben noch ein sattes Grün zu sehen. Und zwar großflächig. Mittlerweile hat sich dort ein Geflecht aus Straßen und Häuserblocks breitgemacht.

Dokumentation von Stadtentwicklungen und Waldflächen 

Der Bildband dokumentiert Stadtentwicklungen, den Aufbau und die Erweiterung von Gewerbe- und Industrieanlagen oder die Abholzung des Waldes zur Schaffung zusätzlicher landwirtschaftlicher Nutzflächen. Die Vogelperspektive und der Vergleich zweier Bilder aus den Jahren 2000 und 2018 zeigen etwa, wie weit die Abholzung des Regenwalds bereits vorangeschritten ist.

Ein Beispiel unter vielen. Wobei es nicht nur negative Beispiele gibt: Auf dem einen oder anderen Bild ist aus der Weltraumperspektive erkennbar, dass mit den natürlichen Ressourcen auch schonend umgegangen werde kann. Das beweisen Fotos von Kanada oder Vietnam, wo die Natur offenbar zumindest teilweise noch in Ordnung ist.

Ganz generell gilt: Wie immer man auch die mitunter großartigen Luftaufnahmen inhaltlich bewerten oder das darauf Gezeigte interpretieren will und kann, rein ästhetisch gesehen, sind sie allemal ein Genuss...

apa

stol