Dienstag, 13. November 2018

New Yorker Prozess gegen Drogenboss „El Chapo” gestartet

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ist am Dienstag in New York der Prozess gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquin „El Chapo” Guzman gestartet. Zum Auftakt verzögerten sich jedoch die Eröffnungsplädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, weil ein Mitglied der Jury aus zunächst unbekannter Ursache ausgetauscht werden musste, wie US-Medien berichteten.

Der Prozessbeginn verzögerte sich etwas Foto: APA (AFP)
Der Prozessbeginn verzögerte sich etwas Foto: APA (AFP)

Bei strömendem Regen hatten sich schon am frühen Morgen Dutzende Journalisten und Schaulustige vor dem Gericht angestellt, um einen Platz im Prozesssaal zu bekommen. Die US-Justiz wirft dem wegen seiner Körpergröße von etwas mehr als 1,60 Meter „El Chapo” (Der Kurze) genannten Guzman unter anderem Drogenhandel, Geldwäsche und das Führen einer kriminellen Organisation - des mexikanischen Drogenkartells Sinaloa - vor. Er soll tonnenweise Kokain und Heroin in die USA geschmuggelt und damit Milliarden verdient haben. Zudem soll er für bis zu 3.000 Morde verantwortlich sein.

Bis zu einem Urteil kann es nach Einschätzung von Richter Brian Cogan noch mehrere Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht Guzman eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

apa/dpa

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stol