Diese solle großräumig umfahren werden, hieß es. Hintergrund der Sperre sind angemeldete Kundgebungen, die aufgrund der Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichts behördlich nicht untersagt wurden. Man werde den entsprechenden Tag jedenfalls evaluieren und dies „als Grundlage für die Prüfung einer weiteren angemeldeten Versammlung im reisestarken August auf beiden Seiten“ heranziehen, kündigten die Bezirkshauptfrauen Katharina Rumpf (Reutte) und Eva Loidhold (Imst) an. Die Behörde arbeite indes abgestimmt mit der Exekutive und Einsatzorganisationen an notwendigen Maßnahmen wie einem begleitenden Verkehrskonzept.<BR /><BR />Hinten der Protestaktion steht die Bürgerinitiative „Gurgltal, Außerfern, Mieminger Plateau“. Sie will mit den Straßensperren ihre Ablehnung des Fernpasspakets der schwarz-roten Tiroler Landesregierung zum Ausdruck bringen. Die Bürgerinitiative befürchtet durch das Infrastrukturprojekt eine weitere Zunahme des Verkehrs, der Lebensraum gerate zunehmend unter Druck.<h3> Brenner am 30. Mai für einige Stunden blockiert</h3>Eine Sperre noch weitaus größeren Ausmaßes zieht die Rechtsprechung des Landesverwaltungsgerichtshofs indes auf der Brennerautobahn (A13) nach sich. <BR /><BR />Dort wurde eine für 30. Mai vom Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, als Privatperson angemeldete Demonstration behördlich nicht untersagt <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/muehlsteiger-sie-muessen-uns-verstehen-wir-versinken-in-verkehr-und-laerm" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier lesen Sie ein Interview mit Mühlsteiger).</a></b><BR /><BR /> An diesem Tag wird der gesamte Brennerkorridor geschlossen - die Autobahn, die Brennerstraße (B182) sowie die Ellbögener Straße (L38) von 11 bis 19 Uhr komplett gesperrt. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen auf den überregionalen Verkehr kam daran scharfe Kritik unter anderem auch aus Bayern und Südtirol.