Der Brustkrebs beim Mann war eines der Themen, um die es bei der Brustkrebs-Akademie „Diplompatientin“ am Samstag an der Eurac ging. Im Durchschnitt erkranken 450 Frauen und 4 Männer jährlich in Südtirol an Brustkrebs. Der Oktober ist der internationale Brustkrebs-Monat, an dem „mamazone“ Südtirol traditionsgemäß zur Wissensoffensive lädt. Ihre 17. Auflage erlebte die Brustkrebs-Akademie „Diplompatientin“ heuer.<BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab!</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="285020" data-topic="interests-properties-sp" data-autoplay></div></div> <BR /><BR /><BR />Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Man(n) denkt nicht daran, dass es auch ihn treffen kann, und deshalb wird Brustkrebs bei Männern oft spät diagnostiziert. „Männer suchen meist erst 6 bis 10 Monate nach Symptombeginn den Arzt auf; diese Zeit ist aber entscheidend, ob der Krebs metastasiert“, betonte Dr. Brunner. Das größte Problem seien das Nicht-Wissen, das Nicht-Akzeptieren und die Scham.<h3> „Daten von Männern fehlen“</h3> Knoten und Entzündungen im Brustbereich, vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle, Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze oder eine Einziehung der Brustwarze können Symptome sein. Operation, Chemotherapie, Bestrahlung sind – wie auch bei den Frauen – die angesagten Therapien. Die Fallzahlen sind aber niedrig. Auf 100 Brustkrebserkrankungen bei Frauen entfällt eine Erkrankung beim Mann. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1086792_image" /></div> <BR /><BR />Ursachen können Übergewicht, Alkoholkonsum oder – in seltenen Fällen – genetische Mutationen sein. Oft liegen keine Risikofaktoren vor. „Der Brustkrebs ist einer der wenigen Beispiele, wo die Daten von Männern fehlen“, sagte Dr. Sonia Prader, Primaria der Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Brixen und Direktorin des Brustgesundheitszentrums. <BR /><BR />Die zertifizierten Brustgesundheitszentren sind an internationalen Qualitätsstandards ausgerichtet. Zu diesen Standards gehören auch speziell ausgebildeten Krankenpflegerinnen der Brustgesundheitszentren („Breast Care Nurse“). Sie begleiten die Patientinnen und Patienten von der Diagnose bis zur Nachbehandlung. „Wir informieren, wir bereiten die Patienten auf die Behandlung vor, wir unterstützen sie in allem aktiv“, sagte Franziska Penn vom Brustzentrum Brixen. Denn je besser die Begleitung der Patientinnen ist, desto besser schlägt die Behandlung an. <h3> KI unterstützt den Arzt bei der Diagnose </h3>Ein neuer Aspekt, den die Brustkrebs-Akademie aufgegriffen hat, ist die Künstliche Intelligenz. „Sie ist im Alltag präsent und auch Teil der digitalen Gesundheit. Sie hilft dem Radiologen und dem Arzt – speziell bei der Diagnose“, sagte Dr. Paolo Cabassa. KI werde schon jetzt etwa bei der Auswertung der Mammografien zur Unterstützung des Arztes eingesetzt. Dies mache alles effizienter und genauer.