Donnerstag, 22. Februar 2018

Nichts mit Frühling: Es wird bitterkalt

Meteorologisch klopft der Frühling bereits an, faktisch ist er aber weiter entfernt denn je: Der Winterausgang wird klirrend kalt. Am Montag muss Südtirol mit einer „russischen Kältepeitsche“ rechnen.

Polare Luftmassen erreichen Südtirol. Kommende Woche wird es eisig kalt. (Symbolbild)
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Polare Luftmassen erreichen Südtirol. Kommende Woche wird es eisig kalt. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock

Der Himmel ist am Donnerstag meist stark bewölkt und gebietsweise schneit es etwas, speziell in den Dolomiten und im Ortlergebiet. In vielen Tälern bleibt es windig. 

Auch am Freitag überwiegen die Wolken und stellenweise kann es noch leicht schneien. Der Föhn wird vorübergehend schwächer. Der Samstag verläuft wechselnd bewölkt und zeitweise sonnig. 

Am Sonntag tauchen wieder dichtere Wolken auf, im Tagesverlauf sind auch ein paar Schneeschauer möglich. In vielen Tälern setzt erneut Nordföhn ein, im Pustertal weht Ostwind.

Seltenes Phänomen

Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin gegenüber STOL berichtet, gibt es Anfang nächster Woche einen heftigen Kaltlufteinbruch in ganz Mitteleuropa. In den Bergen wird es bereits am Sonntag deutlich kälter. Die Polarluft erreicht uns über eine Nordostströmung aus Russland. Diese Polarkälte sei für Ende Februar ungewöhnlich und komme nicht serh häufig vor, berichtet Peterlin weiter. 

Die Temperaturen sacken also ab Montag massiv ab, die klirrende Kälte wird einige Tage andauern. Im Hochgebirge können sie bis auf minus 30 Grad sinken, in den Tälern müssen die Südtiroler bis zum kommenden Wochenende mit Dauerfrost rechnen. Nur im Etschtal und im Unterland gehen sich Plusgrade aus, so Peterlin.

stol/vs

stol