Mittwoch, 23. Juni 2021

Nicola lebt – Riesen-Erleichterung in der Toskana

Nicola, ein 21 Monate alter Junge, war vor 2 Tagen aus seinem Elternhaus in Palazzuolo sul Senio im Mugello-Gebiet in der Toskana verschwunden. Die Suche nach ihm hielt ganz Italien in Atem. Man rechnete bereits mit dem Schlimmsten, doch am Mittwoch die erlösende Nachricht: Nicola wurde unversehrt gefunden.

Rührendes Bild: Nach unendlich langen 2 Tagen konnte Nicolas Mama ihren Jungen wieder in die Arme schließen.
Rührendes Bild: Nach unendlich langen 2 Tagen konnte Nicolas Mama ihren Jungen wieder in die Arme schließen. - Foto: © Ansa
Das Haus, aus dem Nicola in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni verschwand, liegt in einer äußerst abgelegenen waldigen Gegend.

Am Montagabend brachten Nicolas Eltern den Jungen und dessen 4-jährigen Bruder zu Bett. Am Morgen danach aber fanden sie ein leeres Bett vor, Nicola war verschwunden. Sie durchsuchten das ganze Haus und dann das umliegende Land. Doch Nicola war unauffindbar. Schließlich alarmierten die besorgten Eltern die Carabinieri.

2 Tage lang suchten zahlreiche Einsatzkräfte und auch viele Freiwillige aus der Gegend nach dem Jungen. Suchhunde und Drohnen kamen zum Einsatz, Taucher suchten in einem kleinen, künstlich angelegten See. Doch ohne Erfolg. Man befürchtete das Schlimmste.




Doch am Mittwochmorgen dann die glückliche Wende: Der Rai-Journalist Giuseppe Di Tommaso war in der Gegend, um über die Suchaktion, die frühmorgens wieder aufgenommen worden war, zu berichten, als er plötzlich ein Jammern und Geräusche hörte. Umgehend verständigte er die Carabinieri.

„Wir wurden von einem Journalisten angehalten, der sagte, er hätte ein Jammern gehört. Die Geräusche kamen vom Fuße eines etwa 50 Meter tiefen Steilhangs, 3 Kilometer vom Wohnort des Jungen entfernt. Wir stiegen aus dem Auto aus, ich hörte es auch und dachte zuerst an ein Reh oder einen Hirsch. Doch wir beschlossen, nachzusehen, auch wenn das Gelände sehr steil war“, schilderte der Carabinieri-Kommandant Danilo Ciccarelli die Ereignisse des Morgens.

Dann seilte er sich am Steilhang ab und rief immer wieder nach dem Kind, aber es antwortete nicht. „Dann hörte ich ein deutlicheres Geräusch und ich erwartete, dass ein Tier aus dem Dickicht heraus kommt: stattdessen tauchte Nicola mit seinem kleinen Köpfchen im hohen Gras auf, und sagte Mama. Ich näherte mich ihm und sofort fiel er mir um den Hals.




Nur Minuten später konnten endlich auch die Eltern ihren Jungen in die Arme schließen. Die Freude und Erleichterung sind riesengroß. Ganz Italien feiert die Rettung des Jungen und das erlösende Happy End dieser Geschichte.




Zur medizinischen Kontrolle wurde Nicola mittels Hubschrauber in die Mayer-Kinderklinik nach Florenz gebracht. Laut ersten Informationen soll Nicola sein unfreiwilliges Abenteuer aber gut überstanden haben.



Auch vor 40 Jahren bangte ganz Italien um einen Jungen: Der kleine Alfredino war auf dem Nachhauseweg in einen Brunnenschacht gefallen und steckte fest.

vs

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