Vor 20 Jahren fand das erste Unternehmerforum statt, „aber diesmal werden wir wohl das brennendste Thema gewählt haben“, erklärte Christian Tschurtschenthaler, Vizepräsident der Bruneck Aktiv GmbH, deren Betriebszweig Nobis das Forum organisiert hat. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64258421_quote" /><BR /><BR />Hochkarätig waren die Referenten. Künstliche Intelligenz sei die Lösung für Probleme am Arbeitsmarkt, nicht eine Bedrohung, erklärte Zukunfts- und Trendforscher Tristan Horx. Sie werde menschliche Schwächen ersetzen bzw. Arbeitsschritte übernehmen, „an denen wir Menschen ohnehin keinen Spaß haben“. KI habe in einigen Bereichen große Vorteile, in anderen weniger. „Die Herausforderung ist, das zu unterscheiden.“<BR /><BR /> Aber KI löse nicht jedes Problem. „Wir haben einen Mangel an Pflegekräften. Aber niemand will von einem Roboter gepflegt werden“, sagte Horx. „Zwischenmenschlichkeit, Humanität, Empathie – das kann keine KI.“ Roboter und Digitalisierung werden den Menschen unterstützen, ihn aber nicht ersetzen, erklärte er. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1016922_image" /></div> Erwin Rauch, Stiftungsprofessor für Smarte und Nachhaltige Produktion an der Freien Universität Bozen, machte klar, wie sehr KI bereits in unser Leben Einzug gehalten hat – ohne dass es uns bewusst ist: So funktionieren unsere Autos auf KI-Basis, ebenso die Gesichtserkennung auf dem Smartphone, und auch bei Untersuchungen im Krankenhaus kommt KI zum Einsatz. Viele, die vor 10 Jahren noch Angst hatten, dass Roboter den Menschen die Arbeit wegnehmen, würden jetzt einsehen, dass ein bestimmtes Maß an intelligenter Automatisierung unumgänglich sei, weil man die Menschen dafür nicht mehr habe. Rauch zeigte Beispiele aus der Produktentwicklung und Qualitätssicherung, wo KI eine nachhaltige Unterstützung sei. <h3> „KI kann die menschliche Intelligenz ergänzen, nicht ersetzen“</h3>Auch Claudia Di Stefano von IBM Italy führte Beispiele an, wie Künstliche Intelligenz schon die Arbeit erleichtern und effizienter machen könne und ging auch auf Risiken ein. Heute müsse man kein Informatiker mehr sein, um KI nutzen zu können, sie sei allgemein zugänglich – und könne die menschliche Intelligenz ergänzen, nicht ersetzen. <BR /><BR />Der Brunecker Unternehmer Karl Grohe zeigte Beispiele der KI-Anwendung aus seinem Unternehmen. Er, der passionierte Informatiker, finde KI beeindruckend, aber nicht intelligent. Er suggerierte deshalb, die KI als Copilot zu sehen.