Montag, 01. Februar 2021

„Niemanden zurückgelassen“

Seit genau einem Jahr ist Dr. Sonia Prader Primaria der Gynäkologie in Brixen und Sterzing. Fast ebenso lang ist auch Corona im Land. Und dennoch will die Gynäkologin 2020 nicht als schwieriges, sondern nur als besonderes Jahr bezeichnen.

7 Jahre lang war die Brixner Gynäkologin Dr. Sonia Prader an der Klinik des Evangelischen Huyssenstifts in Essen. Vor einem Jahr ist sie als Primaria in ihre Heimatstadt zurückgekehrt.
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7 Jahre lang war die Brixner Gynäkologin Dr. Sonia Prader an der Klinik des Evangelischen Huyssenstifts in Essen. Vor einem Jahr ist sie als Primaria in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. - Foto: © Sabine Maisenhälder, Studio LICHTSCHACHT, Essen - Deutschland
„Als Klinikdirektorin wurde ich gleich mit viel Bürokratie und Organisation konfrontiert“, erklärt Sonia Prader. „Aufgaben, mit denen ich mich bis dato kaum befasst hatte.“ Doch dann habe die Pandemie alles auf den Kopf gestellt und alle wieder an die Startblöcke zurückgeholt. In der Auseinandersetzung mit dem Virus waren bisherige Erfahrungen und eingespielte Mechanismen nicht mehr so wichtig. „Wir waren alle auf Null gestellt. Und das gab mir die Möglichkeit, mich freizuschwimmen.“

Mit relativ wenig Wissen rund um das Virus, jedoch mit viel Intuition sei es ihr gelungen, ihre Abteilungen in Brixen und Sterzing sowie sämtliche Leistungen Corona-frei zu managen. „Und dabei niemanden und nichts zu vernachlässigen“, wie Sonia Prader betont. „Denn Geburten kann man bekanntlich nicht aufschieben, ich hätte aber auch keine einzige onkologische Patientin zurückgelassen.“

Außerdem im aktuellen Heft: eine Reportage über die Online-Besuche der Clowns von Comedicus, ein Beitrag über Lichtmess und die diversen Bräuche rund um dieses Hochfest, nützliche Ratschläge zur Gartenplanung und erste Modetipps für den Frühling.

mc