Samstag, 10. März 2018

Nigeria: Mindestens fünf Tote bei Streit um Weiderechte

Im Streit um Weiderechte haben bewaffnete Angreifer in Nigeria mindestens fünf Menschen getötet. Bei den Angreifern handle es sich vermutlich um Viehtreiber, sagte Polizeisprecher Terna Tyopev am Samstag.

Seit Jahresbeginn haben die Spannungen zwischen nomadischen Viehtreibern und Bauern zugenommen.
Seit Jahresbeginn haben die Spannungen zwischen nomadischen Viehtreibern und Bauern zugenommen. - Foto: © shutterstock

Die Männer attackierten demnach mehrere Gemeinden im Bezirk Miango im Bundesstaat Plateau. Die Vorfälle ereigneten sich bereits am Donnerstag, als sich Staatspräsident Muhammadu Buhari auf einer Reise durch Plateau und andere von Spannungen geprägte Bundesstaaten befand.

Dutzende Verletzte, zahlreiche Häuser zerstört

Bei den Angriffen wurden laut Polizei auch dutzende Menschen verletzt. Zahlreiche Häuser seien zerstört worden. Medien berichteten, unabhängig von den Vorfällen in Miango seien am Freitag im Dorf Ganda im Bezirk Bokkos sechs Menschen von Viehzüchtern getötet worden. Die Polizei konnte dies zunächst nicht bestätigen.

Seit Jahresbeginn haben die Spannungen zwischen nomadischen Viehtreibern und Bauern über Land-, Wasser- und Weiderechte zugenommen. Der Bundesstaat Plateau liegt im sogenannten Middle Belt, der den mehrheitlich muslimischen Norden vom überwiegend christlichen Süden des Landes trennt. Die Gegend ist seit langem von ethnischen und religiösen Spannungen geprägt. Präsident Buhari steht unter Druck, die Gewalt zu beenden.

apa/afp

stol