„Der Chefposten steht der deutschen Sprachgruppe zu. Warum sollen wir uns mit dem Vize abspeisen lassen“, wettert ASGB-Chef Tony Tschenett.<BR /><BR />Giancamillis Ernennung zum neuen Landesdirektor des Fürsorgeinstituts NISF/INPS im Sommer 2023 war von Misstönen begleitet. Landesrat Philipp Achammer reagierte mit einer Protestnote nach Rom: Das Gleichgewicht der Sprachgruppen sei verletzt. Zumal der Regionaldirektor des NISF/INPS stets ein Italiener sei, stünde die Position im „kooperativen Geist des Autonomiestatuts“ der deutschen Sprachgruppe zu; Vorgängerin war Veronika Meraner. <h3> Verfahren vor dem Arbeitsgericht?</h3>Ein Rekurs von Mitbewerberin Irene Pechlaner wurde wegen Nicht-Zuständigkeit des Gerichts abgewiesen. Nun überlegt Pechlaner aber, ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht anzustrengen.<BR /><BR />Allemal ist dies nicht der einzige Grund, weshalb Giancamilli noch nicht felsenfest im Sattel sitzt. Der Trentiner wurde von der Zollverwaltung Trient zum NISF/INPS abkommandiert. Das Südtiroler Einvernehmenskomitee Staat/Land soll jetzt seine fixe Übernahme in den Stellenplan des NISF/INPS absegnen. „Dieses entscheidet nicht, wer Direktor des NISF/INPS wird, aber wenn die Sache mit dem Stellenplan durch ist, ist die Sache definitiv gegessen“, so ASGB-Chef Tschenett. Der Druck, Giancamilli durchzuwinken, sei groß.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008866_image" /></div> <BR /><BR /> Um die Wogen zu glätten, winkt das NISF/INPS mit einem deutschen Vizedirektor. „Die Schaffung einer zusätzlichen leitenden Stelle wurde vom NISF/INPS beschlossen“, so Regionaldirektor Vittorio Feliciani. Rom müsse den Stellenplan des NISF/INPS noch absegnen, doch im Sommer könne die Ausschreibung starten. „Bei uns gibt es zudem die Rotation nach 3 oder 6 Jahren.“<BR /><BR /> Das Zuckerl aber zieht nicht. Der ASGB wittert ein trojanisches Pferd, das in Zukunft immer zu einem italienischen Direktor mit deutschem Vize führe., „Warum sollten wir uns mit dem Vize abspeisen lassen?“ so Tschenett. Deutsche Bewerber gebe es genug, wenn man auf das Landesregister der Führungskräfte zurückgreife. <BR /><BR />