Dienstag, 10. Dezember 2019

Noch 8 Vermisste nach Vulkanausbruch in Neuseeland

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland fehlt von 8 Menschen noch jede Spur.

47 Menschen hielten sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs auf der Insel auf.
47 Menschen hielten sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs auf der Insel auf. - Foto: © APA (AFP/Auckl.Resc.Helic.Trust) / HANDOUT

Premierministerin Jacinda Ardern sagte am Dienstag, unter den Vermissten seien Touristen aus Australien, Großbritannien, China, Malaysia und den USA sowie neuseeländische Reiseleiter. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sie den Vulkanausbruch überlebt hätten, sagte Ardern. Fünf Todesopfer wurden bisher bestätigt.

Viele der Opfer stammen offenbar aus Australien.

Zur Zeit des Vulkanausbruchs hielten sich laut Polizei 47 Menschen auf „White Island“ auf, darunter 24 Australier, 9 US-Amerikaner, 5 Neuseeländer, 4 Deutsche, jeweils 2 Briten und Chinesen und ein Malaysier. Die meisten von ihnen waren mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs, der „Ovation of the Seas“. Der Ausflug zu der Vulkaninsel gehörte zu einer Tagestour.

Neben den 5 Todesopfern seien 31 Menschen durch den Ausbruch des Vulkans verletzt worden, 27 von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen von mehr als 71 Prozent ihrer Körperoberfläche. Sie werden in auf Verbrennungen spezialisierten Krankenhäusern intensivmedizinisch versorgt, voraussichtlich werden nicht alle ihre schweren Verletzungen überleben, gab die Regierung bekannt.

„Wir teilen den unfassbaren Schmerz all jener, die Familienangehörige und Freunde vermissen“, sagte Ardern. Am Tag nach dem Unglück liege der Fokus bei den Einsatzkräften auf der Erholung von den schwierigen Einsatzarbeiten am Vortag und darauf, eine sichere Fortsetzung des Einsatzes sicherzustellen.

Es sei derzeit noch zu gefährlich, um ein Einsatzteam auf die Insel zu schicken, sagte Bird. Während eines 45-minütigen Aufklärungsflugs eines Polizeihubschraubers habe es jedoch keine Lebenszeichen von der Insel gegeben. Der Rettungseinsatz sei vorübergehend eingestellt worden. „Wir gehen erst auf die Insel, wenn es für unsere Einsatzkräfte sicher ist“, betonte Bird.

apa