Samstag, 12. September 2015

Noch immer keine Spur von Dietmar Koether

Seit Freitagnachmittag wird wieder nach dem seit Dienstag in Hintermartell vermissten deutschen Urlauber Dietmar Koether (57) gesucht. Aufgrund von Hinweisen wurde das Suchgebiet ausgeweitet, allerdings blieb sie bislang nach wie vor ergebnislos.

An der Suche nach dem vermissten Dietmar Koether beteiligte sich auch der Hubschrauber des Aiut Alpin. (Foto: BRD Martell)
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An der Suche nach dem vermissten Dietmar Koether beteiligte sich auch der Hubschrauber des Aiut Alpin. (Foto: BRD Martell)

Am Freitag Nachmittag wurde die Suche nach dem Vermissten wieder aufgenommen. Aufgrund von neuen Hinweisen wurde das Suchgebiet ins Val di Cedec in der Provinz Sondrio, im Bereich der Casatihütte ausgeweitet.

Dabei wurden die Marteller Suchmannschaften von der Bergrettung St. Caterina Valfurva unterstützt. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber Pelikan 1, der die Suchmannschaften bis zur Nebelgrenze auf gut 3.000 Meter bis zum Gletscher unterhalb des Eiseepasses brachte. Starker Nebel und bis zu 40 Zentimeter Neuschnee am Gletscher erschwerten die Suche erheblich. Die Suche wurde am Freitag bis in die späten Abendstunden ergebnislos fortgesetzt. 

Nebel und Neuschnee erschweren die Suche

Am Samstagmorgen starteten die Marteller Bergretter erneut, ihrem insgesamt vierten Tag. Sie wurden wiederum von zahlreichen Hundeführern und auch von einer Spezialeinheit der Carabinieri unterstützt. Im Einsatz waren auch der Hubschrauber Pelikan 1 und jener des Aiut Alpin.

Erneut wurde die Suche wegen des Neuschnees erschwert. Dennoch wird bis in die späten Abendstunden weitergesucht. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und des damit verbundenen Risikos für die Suchmannschaften muss die Suche immer wieder unterbrochen werden.

Mit der Mutter auf Urlaub in Kastelbell 

Dietmar Koether weilte zusammen mit seiner Mutter auf Urlaub in Kastelbell. Der Mann war am Dienstag zu einer Tour nach Martell aufgebrochen und hatte gesagt, er werde erst spät zurückkommen.

Als er aber gegen 22.30 Uhr noch immer nicht in den Kastelbeller Gastbetrieb zurückgekehrt war, schlug die Mutter bei der Landesnotrufzentrale Alarm. Sie wird seither von der Notfallseelsorge betreut.

Allen Hinweisen nachgegangen

Umgehend wurden der Bergrettungsdienst von Martell und jener von Latsch verständigt, die sich mit 40 Mann und mit den Hundeführern des Bezirks Vinschgau auf die Suche nach dem Abgängigen machten. Als in Hintermartell das Auto des Mannes gefunden wurde, konzentrierte man die Suche auf dieses Gebiet. 

"Wir sind seither allen Hinweisen nachgegangen, doch ohne Ergebnis", erklärte Einsatzleiter Roman Eberhöfer am Donnerstagabend.  

Weiterhin Infos erbeten 

Einsatzleiter Eberhöfer bittet die Bevölkerung auch weiter um Mithilfe, da keine genauen Informationen vorliegen, wo genau der Mann unterwegs war: "Der Gesuchte ist etwa 1,70 Meter groß, schlank und hat kurze graue Haare. Er trug ein blaues Hemd, eine rote Jacke mit dunklen Streifen sowie einen rot-schwarzen Rucksack."

stol/ds

stol