Hoffnung für die Verschütteten gibt es kaum noch. Ihre Zahl ist nach Angaben von Energieminister Taner Yildiz vom Donnerstagabend unklar. Nach neusten Angaben von Yildiz aus der Nacht zum Freitag starben bei dem Unglück mindestens 284 Kumpel.Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül sagte eine Aufklärung der Katastrophe zu. „Die Untersuchungen haben schon begonnen“, sagte Gül am Donnerstag nach einem Besuch an der Unglückszeche. „Sie werden mit großer Sorgfalt weitergeführt.“ Gül sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. „Es ist ein großer Schmerz, und es ist unser aller Schmerz.“In Soma kam es zu erschütternden Szenen, als Familien die toten Kumpel zu Grabe trugen. Dutzende Bergleute sind noch unter Tage eingeschlossen. Die Katastrophe gilt als schlimmste dieser Art weltweit seit fast 40 Jahren. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Soma Holding wurden 450 Kumpel lebend gerettet. Von den 80 Verletzten wären noch drei mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus, sagte Yildiz am Donnerstagabend. Nach seinen Worten waren zum Zeitpunkt der Katastrophe 787 Arbeiter in der Zeche.dpa