Dienstag, 27. Juni 2017

Nochmal gut gegangen: Lkw droht Ladung zu verlieren

Es war ein besorgniserregendes Bild, das sich am Dienstag einigen Autofahrern auf der Pustertaler Straße in Richtung Toblach bot: Ein Lkw fuhr auffallend langsam, die rechte Seite des Hängers beulte sich bedrohlich aus.

Der Lkw hatte Schlagseite, die rechte Seite des Hängers war ausgebeult. - Foto: Carabinieri Innichen
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Der Lkw hatte Schlagseite, die rechte Seite des Hängers war ausgebeult. - Foto: Carabinieri Innichen

Gegen 13.30 Uhr meldete ein Autofahrer den Lkw mit bulgarischem Kennzeichen: Der Hänger hatte Schlagseite, die rechte Seite beulte sich bedrohlich nach außen.

Dem Lenker musste aufgefallen sein, dass seine Ladung nicht mehr ordentlich verstaut war: Er fuhr langsam und vorsichtig die Straße entlang. Die Carabinieri von Innichen rückten umgehend aus und stoppten das gefährliche Gespann an der Eni-Tankstelle in Toblach.

Der Lkw-Fahrer zeigte sich im Gespräch mit den Carabinieri keineswegs einsichtig: Er weigerte sich, die Ladung neu zu verstauen und beharrte darauf, weiterzufahren.

Schließlich eskortierten ihn die Carabinieri zum lokalen Transportunternehmen Rizzo Trans. Der Besitzer Rizzo Fortunato ließ sich nicht lange bitten und willigte umgehend ein, die Ladung neu zu sichern.

Mehrere Packungen Laminat waren während der Fahrt umgefallen. - Foto: Carabinieri Innichen

Erst dann wurden dem Lkw-Lenker wieder Führerschein und Papiere übergeben. Er musste eine Geldstrafe zahlen, außerdem auch die Transportfirma für ihre Hilfestellung. Dann konnte er die Fahrt fortsetzen.

Die Straßenverkehrsordnung sieht für eine unsachgemäße Verladung laut Artikel 164 eine Geldstrafe in der Höhe von 84 bis 335 Euro vor. Da der Lenker schließlich einwilligte, die Ladung neu zu sichern, fiel seine Strafe gering aus.

stol

stol