Sonntag, 04. Juli 2021

Nonsberg: Reh gerissen

Es hört nicht auf: Großraubtiere sind mittlerweile in Südtirol und im Trentino allgegenwärtig. Derzeit sorgt ein Wolf (oder sind es mehrere Wölfe?) am Nonsberg unweit der Südtiroler Grenze für Aufsehen.

Von dem Tier blieb nicht viel übrig.
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Von dem Tier blieb nicht viel übrig. - Foto: © Maddalena Frau
Kein schöner Anblick ergab sich für eine Joggerin am Samstag in den Morgenstunden am Nonsberg.

Die Boznerin Maddalena Frau, die am Wochenende zum Kurzurlaub in Cavareno weilte, war am „Dria al Foss“-Wanderweg zwischen Cavareno und Ruffrè ganz in der Nähe des Mendelpasses unterwegs, als sie gegen 8 Uhr über einen Tierkadaver „stolperte“. Bei genauerem Betrachten stellte sich schnell heraus, dass es sich um ein brutal zerfleischtes Reh handelte.

Alles deute auf einen Wolf hin, wie auch die Finderin bestätigte. In den vergangenen Tagen wurde in diesem Gebiet mehrmals ein Wolf gesichtet. Mehrere Nonsberger sollen den Wolf dabei gesehen haben.
Ob es sich um ein und denselben Wolf oder um mehrere handelt ist bislang unklar. In der Bevölkerung herrscht jedenfalls Unbehagen.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich Wolfsrisse im Trentino und auch in Südtirol wieder gehäuft. Um Südtirol herum soll es etwa 40 Wolfsrudel geben, 20 allein im Trentino.

In Südtirol wütete der Wolf zuletzt in Gaid in der Gemeinde Eppan. Mehrere Schafe wurden dort vor rund einer Woche Opfer des Raubtiers bzw. mussten notgeschlachtet werden.

Besonders tragisch: Erst vor rund einem Monat waren 15 Schafe von Bauer Ernst Rauch dem Wolf zum Opfer gefallen.

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Neben dem Wolf bereitet auch der Bär den Landwirten Sorgen. Viele Schafe werden bereits von den Almen geholt. Ein Abschuss der Raubtiere ist laut derzeitigem Stand aber nicht möglich.

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