<b>Von Florian Mair</b><BR /><BR />Musik ist für Norbert Rabanser der Lebensinhalt. „Wenn ich nicht musiziere, komponiere oder unterrichte, bin ich nicht der klassische Freizeitmensch, der Rad fährt oder auf irgendeinen Gipfel hinaufrennt“, scherzt der 56-Jährige. Stattdessen setzt er auf Genuss und Entschleunigung: Am liebsten sitzt er stundenlang in geselliger Runde, raucht eine gute Zigarre und genießt dazu ein Glas Wein.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342326_image" /></div> <BR /> „Das ist mein größtes Hobby. Da kann ich am besten abschalten“, sagt Rabanser. Bei den Zigarren hat der 56-Jährige klare Vorlieben: Mit kubanischen Produkten kann er mittlerweile nur mehr wenig anfangen. „Sie sind out, weil die Produktion schlecht ist“, sagt er. Seine Favoriten sind stattdessen Zigarren aus Süd- und Mittelamerika, besonders aus Honduras oder aus der Dominikanischen Republik. <BR /><BR /> Auch beim Wein zeigt sich der 56-Jährige experimentierfreudig: „Da starte ich von Südtirol aus hinunter nach Italien bis nach Spanien“, erzählt er. Dabei nimmt er die Sache ganz entspannt. „Wein wird bei mir getrunken und genossen, nicht gesammelt“, sagt er schmunzelnd.<h3>Mit der Musik um die Welt</h3>Einmal im Jahr zieht es ihn auch ans Meer. „Das muss sein“, sagt Rabanser. Viel Zeit nimmt er sich dafür allerdings nicht. „Maximal einige Tage.“ Und auf Konzertreisen nutzt er freie Stunden gerne, um die Umgebung zu erkunden. Als er in der Vergangenheit etwa mit den Wiener Philharmonikern unterwegs war, standen Museumsbesuche und Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342329_image" /></div> <BR />„Dank der Musik bin ich eigentlich schon überall gewesen. Neuseeland war das Weiteste“, erzählt der 56-jährige Barbianer. Auf seinen vielen Reisen hat er also nicht nur Konzertsäle, sondern auch zahlreiche Länder und Kulturen kennengelernt. <BR /><BR />Hin und wieder schnürt Rabanser sogar die Wanderschuhe. Seine große Leidenschaft wird das Wandern allerdings nicht mehr. „Das muss auch nicht unbedingt sein“, sagt der Vollblutmusiker lachend. „Mein persönlicher Weltrekord im Gehen war, den Schlern dreimal zu bezwingen. Wenn ich das erzähle, staunen die Leute immer.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-75794237_listbox" /><BR /><BR />Kochen zählt ebenfalls nicht zu Rabansers Lieblingsbeschäftigungen. Genuss spielt in seinem Leben dennoch eine wichtige Rolle, allerdings am gedeckten Tisch. „Am liebsten gehe ich mit Kollegen essen. Fleisch natürlich, ein schönes Steak“, verrät er. Aufgrund seiner vielen musikalischen Verpflichtungen und der damit verbundenen Reisen seien geregelte Essenszeiten oft schwierig. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342332_image" /></div> <BR />Umso mehr schätzt er die ruhigen Momente. „Wenn ich frei habe, versuche ich deshalb, ausgiebig gut zu essen und dazu ein Glas Rotwein zu trinken“, erzählt er. Und für einen gelungenen Ausklang darf eines nicht fehlen – eine gute Zigarre. <BR /><BR />Musik hört Norbert Rabanser auch privat, allerdings weit seltener, als man vermuten würde. „Meistens stehe ich ja auf der Bühne“, sagt er. Wenn es seine Zeit dennoch zulässt, besucht er gerne Feste, um Oberkrainermusik zu genießen. Damit outet sich der Barbianer als Fan von Slavko Avsenik (†) und dessen unverwechselbarem Musikstil.<h3> Ein „Nachtschwärmer“</h3>Auch selbst spielte Rabanser viele Jahre lang Oberkrainermusik. Denn bereits ab 15 war er Teil der legendären „Eisacktaler Nachtschwärmer“. Heute hat sich sein Betätigungsfeld zwar verändert, die Begeisterung für die schwungvollen Oberkrainerklänge ist jedoch geblieben. <BR /><BR />Und seit seinem 13. Lebensjahr gehört er der Bürgerkapelle Klausen an, weil sein Vater aus der Dürerstadt stammte. „Wenn ich Zeit habe, spiele ich dort Flügelhorn“, sagt Rabanser. Obwohl seine musikalische Karriere als Schlagzeuger begonnen hat, beherrscht er auch andere Instrumente wie Trompete, Posaune und eben Flügelhorn.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342335_image" /></div> <BR /> Zudem steht der 56-Jährige seit mittlerweile 15 Jahren bei der Bürgerkapelle Tramin am Dirigentenpult. Eine Herzensangelegenheit ist für Rabanser auch die „Original Innsbrucker Böhmische“, deren Leiter er seit vielen Jahren ist. Das Wort „Original“ betont der Barbianer dabei durchaus gerne.<BR /><BR />„Musik begleitet mich durchs Leben, in guten wie in schlechten Zeiten“, sagt er. Dass sie einmal zu seinem Lebensmittelpunkt werden würde, zeichnete sich schon früh ab. „Eigentlich war schon von Anfang an klar, dass Musik nicht nur nebenher geht. Deshalb habe ich mich als Kind zwischen Musik und Fußball entscheiden müssen. Natürlich fiel die Wahl auf die Musik.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1342338_image" /></div> <BR />Als Hobby bezeichnet er seine Radiosendung „Dur und schräg“ immer montags auf Rai Südtirol. Sie biete ihm einen willkommenen Ausgleich, schließlich sei die Arbeit hinter dem Mikrofon etwas ganz anderes als das Schlagzeugspielen auf der Bühne. Auch zu einem guten Buch greift er: Besonders interessieren ihn Biografien – in erster Linie von Komponisten. <BR /><BR />Zuletzt hat er das bei Athesia Tappeiner erschienene Buch „Endstation Toblach“ über den Komponisten Gustav Mahler „verschlungen“, das Hubert Stuppner geschrieben hat. „Ein gewaltiges Werk“, schwärmt er. <BR /><BR /><embed id="dtext86-75794231_listbox" />