Montag, 04. März 2019

Nordtirol: Belgier aus Tiefschnee gerettet

Weil er das über den Pistenrand hinaus „geschossene“ Snowboard seines Sohnes aus einer Schlucht herauf holen wollte, ist ein 50-jähriger belgischer Urlauber am Sonntag im Zillertal (Nordtirol) in eine sehr missliche Lage geraten und musste um Hilfe rufen.

Die Bergrettung von Mayrhofen im Zillertal brachte den Mann sicher ins Tal zurück. - Foto: ZOOM Tirol
Die Bergrettung von Mayrhofen im Zillertal brachte den Mann sicher ins Tal zurück. - Foto: ZOOM Tirol

Meistens rücken ja die Bergretter zu Personenbergungen aus, wo Wintersportler die gesicherten Pisten verlassen und sich dann aufgrund von Steilheit, Lawinengefahr und Ortsunkenntnis in größte Gefahr begeben und so auf professionelle Hilfe angewiesen sind.

Doch im Falle eines 50-jährigen belgischen Urlaubers war es am späten Sonntag nachmittag etwas anders: „Denn der Urlauber wollte lediglich das Snowboard seines zwölfjährigen Sohnes am Schwendberg aus unwegsamen Gelände wieder holen, das dem Buben bei der Abfahrt auf gesicherter Piste ausgekommen und etwa 200 Meter in hohem Bogen in eine Klamm abgestürzt ist“, sagte Einsatzleiter Andreas Eder von der Bergrettung Mayrhofen, der mit 10 Mann am Sonntag rund dreieinhalb Stunden im Einsatz stand.

Der Urlauber steckte im tiefen Neuschnee fest. - Foto: ZOOM Tirol

Der Belgier blieb beim Abstieg zum Snowboard im Tiefschnee stecken und musste schließlich gegen 16 Uhr per Handy um Hilfe bei der Notruf-Leitstelle Tirol bitten, die daraufhin die Bergrettung Mayrhofen alarmierte.

Bereits in gewohnter Routine konnte Eder mit seiner Mannschaft den Wintersportler sicher aus der Klamm bergen und in weiterer Folge unverletzt wieder in seine Urlaubsunterkunft verbringen, wo er genau am Tag seines runden Geburtstags vermutlich wohl doppelt Grund zum Feiern hatte…  

stol/zoom tirol

stol