<BR />Indes sind die Wolfsrisse auch in Südtirol weniger geworden. „Allerdings spielen viele Faktoren eine Rolle und nicht bloß Abschüsse“, sagt Dominik Trenkwalder, Leiter des Amtes für Wildtiermanagement.<BR /><BR />Seit dem Jahr 2023 dürfen Problemwölfe in Nordtirol zum Abschuss freigegeben werden. Von dieser Möglichkeit hat das Land seither schon einige Male Gebrauch gemacht – doch noch nie so oft wie in diesem Jahr. Die Behörden haben heuer bereits 17 Abschussverordnungen erlassen, zehn Wölfe wurden effektiv erlegt. <BR /><BR />Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es sechs Wölfe, 2024 hingegen zwei. Nun ist der Almsommer noch nicht vorüber, doch laut „Tiroler Tageszeitung“ lässt sich bereits eine erste Tendenz erkennen: Risse durch Wölfe haben spürbar nachgelassen. Während im Vorjahr im gleichen Zeitraum 277 Risse verzeichnet wurden, sank diese Zahl im laufenden Jahr auf 160 – dies geht aus einer vorläufigen Bilanz der Behörden hervor.<BR /><BR />Die zuständige Fachstelle des Landes Tirol erklärt auf Anfrage der „TT“, dass ein gezielter Abschuss „von schadenstiftenden Einzelwölfen kurz- bis mittelfristig zu einer Verringerung von Nutztierrissen führen kann“. Die Entnahme sei dabei aber lediglich ein Teil des erfolgreichen Wolfmanagements. Es werde etwa weiterhin kräftig in Herdenschutzmaßnahmen und Monitoring investiert.<BR /><BR />Der Rückgang der Risse hat dazu geführt, dass es in Nordtirol etwas ruhiger wurde rund um den Wolf. Peter Frank, Geschäftsführer des hiesigen Almwirtschaftsvereins, sieht in den vermehrten Abschüssen einen wichtigen Schritt: „Bäuerinnen und Bauern kommen dadurch aus jener Ohnmacht heraus, die sie oft verspürt haben.“ Zudem unterstreicht er die Notwendigkeit, das Wolfsmanagement künftig auch in Abstimmung mit den angrenzenden Nachbarregionen aktiv weiterzuverfolgen – also auch mit Südtirol.<h3> Nicht nur Abschüsse spielen eine Rolle</h3>Die Zahl an Wolfsrissen ist auch hierzulande gesunken, wie Dominik Trenkwalder, Leiter des Amtes für Wildtiermanagement, auf Anfrage der „Dolomiten“ mitteilt. Insgesamt 70 Fälle hat das Land bislang notiert. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 318. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir diese Zahl heuer noch erreichen“, sagt Trenkwalder. Laut ihm schwanken die Zahlen von Jahr zu Jahr. Es seien zahlreiche Faktoren, die eine Rolle spielten, und nicht bloß die Entnahmen. <BR /><BR /> „Bilden sich stabile Wolfsrudel, gibt es weniger Risse. Der einzelne Wolf neigt eher dazu, Nutztiere zu jagen“, erklärt Trenkwalder. Andererseits spielt der Wildtierbestand eine Rolle: Ist mehr Wild um die Wege, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Wolf Nutztiere reißt. Abschließend appelliert Trenkwalder: „Wer einen Wolfsriss bemerkt, sollte diesen sofort dem Amt für Wildtiermanagement melden.“