Am Donnerstag haben Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat Florian Mussner, und der Meraner Bürgermeister Günther Januth, sowie die Projektverantwortlichen den Umfahrungsbaustellen einen Besuch abgestattet. "Wenn die Arbeiten so voranschreiten, können wir davon ausgehen, dass wir den ersten Abschnitt der Umfahrung bereits im nächsten Jahr eröffnen können", so Landeshauptmann Durnwalder. In der Frage des Baus von Garagen entlang der Trasse betonte er, dass diese nicht vom Land finanziert werden könnten.Vier Baustellen gleichzeitigDerzeit laufen die Arbeiten an der Nordwestumfahrung auf Hochtouren. "Vier Baustellen sind gleichzeitig in Betrieb", erklärte Mussner.An der MeBo in Algund wird eine neue Ausfahrt und damit der Anschluss an die Umfahrung gebaut. Auf der zweiten Baustelle auf den Algunder Wiesen ist man mit den Arbeiten an der künftig unterirdisch verlaufenden Umfahrung beschäftigt. Die Tunnels werden in offener Bauweise errichtet. Das heißt, dass die Trasse ausgehoben wird; die Tunnelwände und -decken werden betoniert und dann zugeschüttet. Ebenfalls an Tunnels arbeitet man auf Baustelle Nummer drei, jener am Bahnhof von Meran. Hier kommt die so genannte Deckelbauweise zum Einsatz. Zunächst werden Bohrpfähle in die Erde gerammt, auf denen die Tunneldecke aufgesetzt wird, bevor darunter der eigentliche Tunnel ausgehoben wird. An der IV.-November-Straße wird schließlich am unterirdischen Umfahrungsknoten gebaut.Das erste Baulos, jenes zwischen MeBo und IV.-November-Straße, soll bis Ende 2012 fertiggestellt werden.In der Zwischenzeit, voraussichtlich bis Ende 2011, soll das Ausführungsprojekt für das zweite Baulos, jenes von der IV.-November-Straße bis zur Handwerkerzone Zenoberg, vorliegen. Die Trasse der NordwestumfahrungIst die Nordwestumfahrung von Meran einmal fertiggestellt, wird man von der MeBo über einen halbunterirdischen Kreisverkehr auf die Umfahrung gelangen, die unter den Obstwiesen hindurch bis zum Bahnhof führen wird. Dort wird künftig ausfahren, wer in die Stadt muss; wer dagegen nach Obermais, ins Passeiertal oder nach Dorf Tirol will, fährt durch den Küchelbergtunnel weiter bis zur Handwerkerzone Zenoberg, wo die Umfahrung in die Passeirer Straße münden wird.