Dienstag, 15. September 2015

Normale Wiesn trotz Flüchtlingskrise?

Die bayerischen Behörden erwarten rund um das Münchner Oktoberfest keine Konflikte im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise.

Foto: © APA/EPA

„Es ist eine ganz normale Wiesn, auf die wir uns ganz normal vorbereiten“, sagte der Verwaltungschef der Stadt, Wilfried Blume-Beyerle, am Dienstag. „Wenn ich etwas von Krisen-Wiesn lese, dann ist das mit Sicherheit falsch.“

Wie Vize-Polizeichef Werner Feiler ergänzte, werden sich Festgäste und Flüchtlinge am Hauptbahnhof nicht die Quere kommen. Dort waren zuletzt Tausende Schutzsuchende pro Tag angekommen.

Züge mit vielen Flüchtlingen werden derzeit meist auf ein Gleis am Rande des Bahnhofs geleitet. Von dort werden die Menschen von der Polizei in ein Nebengebäude eskortiert und versorgt. Vom Parkplatz an der Nordseite des Bahnhofs werden sie dann in Busse gebracht und weiterverteilt. Der Pendler- und Reiseverkehr wurde daher bisher kaum beeinträchtigt.

Der Polizei zufolge gibt es keine akute Bedrohung für das größte Volksfest der Welt. „Jeder Besucher kann sich sicher fühlen“, sagte Feiler. Konfrontationen zwischen Festgästen und neu angekommenen Flüchtlingen seien nahezu ausgeschlossen, so Blume-Beyerle. „Die Vorstellung, dass Flüchtlinge aufs Oktoberfest gehen, ist absolut lebensfremd.“ Außerdem seien wegen der Grenzkontrollen zuletzt wieder weniger Flüchtlinge in die bayerische Landeshauptstadt gekommen.

Das 182. Oktoberfest beginnt am Samstag. Bis zum 4. Oktober erwartet die Stadt mehr als 6,5 Millionen Besucher, die etwa 7,5 Millionen Liter Bier trinken und gut eine halbe Million Brathähnchen, 100 Ochsen und annähernd 60.000 Schweinshaxen verspeisen dürften.

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apa/reuters

stol