Sonntag, 24. März 2019

Norwegen: 1000 Menschen warten noch auf Rettung

Hunderte Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff in Seenot harren an Bord des Havaristen weiter auf ihre Rettung vor der Küste Norwegens. In einer dramatischen Aktion wurden bislang 371 der 1373 Menschen von der „Viking Sky“ an Land geholt, wie die Kommune Fræna am Sonntag auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Die Rettungsaktion ging nur langsam voran, weil die Passagiere einzeln in einen Hubschrauber hochgezogen werden mussten.
Die Rettungsaktion ging nur langsam voran, weil die Passagiere einzeln in einen Hubschrauber hochgezogen werden mussten. - Foto: © APA/AFP

17 Passagiere habe man ins Krankenhaus gebracht. Die Evakuierung solle am Sonntag unentwegt weitergehen. Die Besatzung des Schiffes behandele die Situation äußerst professionell.

Die „Viking Sky“ war am Samstagnachmittag wegen Problemen mit dem Antrieb während eines Sturms an der zentralen Westküste Norwegens in Seenot geraten. Sie liegt im Küstenabschnitt Hustadvika, einem Seegebiet, das wegen zahlreicher kleiner Inseln und Riffe als besonders gefährlich gilt. Dort ist es in der Vergangenheit schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen.

Insgesamt waren nach Angaben der Reederei Viking Ocean Cruises 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord des 227 Meter langen Schiffes. Die meisten Fahrgäste sind laut Behördenangaben Briten und Amerikaner.

Die Passagiere warten auf Rettung. - Foto: AP

Evakuierung gestoppt

Hubschrauber sollten keine Menschen mehr von Bord der „Viking Sky“ an Land fliegen, während Schlepper das Schiff in den Hafen der Stadt Molde bringen, wie der südnorwegische Rettungsdienst am Sonntag mitteilte.

Die Nachrichtenagentur NTB berichtete, der Kapitän werde während des Manövers entscheiden, ob die Evakuierung per Helikopter fortgesetzt werden solle. Bisher sind rund 460 der insgesamt 1.373 Passagiere und Besatzungsmitglieder vom Schiff an Land geholt worden.

apa/afp/dpa

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stol